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SELF-LOVE-SUNDAY

– S O U L F O O D –

 

 

Beim Selbstliebe praktizieren geht es immer um Bewusstheit und darum auf seine eigenen persönlichen Bedürfnisse zu achten und dazu gehört es eben auch sich Zeit für sich zu nehmen. Und zwar bewusst. Denn diese Zeit gibt dir sonst niemand. Du musst die Verantwortung selbst übernehmen und sie dir einfach nehmen.

Ich möchte heute wieder dazu anregen, Bewusstheit zu üben. Essen oder trinken musst du sowieso früher oder später, deshalb ist das heutige Thema  S O U L F O O D.
Was du dir machst ist natürlich dir überlassen. Wichtig ist, dass du das von dir ausgewählte Soulfood selbst zubereitest. Es muss nichts super aufwendiges sein. Aber es sollte liebevoll ausgewählt und zubereitet werden. Mach etwas besonderes daraus. Nur für dich. Sei dein eigener Bester Freund*in. Und dann, wenn es ans einverleiben geht, spüre es mit allen Sinnen. Rieche, schmecke, fühle. Bedanke dich bei dir selbst für die Mühe die du investiert hast. Wertschätze die Zutaten. Wertschätze deine Zeit. Wertschätze deinen Körper und deine Sinne. Deine Seele wird Purzelbäume schlagen.

Ich habe dieses Wochenende unüblicherweise frei und habe daher aus meinem self-love-sunday einen self-love-saturday gemacht. Um mein freies Wochenende zu zelebrieren habe ich gaaanz tief in die Süß-Schublade gegriffen und mir einen heißen Kakao mit dick fett Sahne und Praline oben drauf gemacht. Etwas für mich besonderes, das ich mir sonst eher nicht mache. Ich liebe Schokolade und Süßkram gehört für mich zum Leben dazu. Ich habe keine guten Erfahrungen damit gemacht mir etwas zu verbieten. Deshalb ernähre ich mich einfach ausgewogen und mache Sport, aber esse eben auch mal was ungesundes. Ohne Zwang. Einfach weil ich es so möchte.  Alles ist Balance. Deshalb, was auch immer du dir heute leckeres zubereitest. Genieße es voll und ganz. Mit Hingabe. Du verdienst es. Sei es dir selbst wert.

Deine Juli

 

SELF.LOVE.SUNDAY

Hast du dich auch schon mal gefragt was denn diese Selbstliebe überhaupt genau ist? Was der Unterschied ist zwischen Selbstverliebtheit und Selbstliebe? Und was Egoismus damit zu tun hat? Wenn ja, dann bist du hier genau richtig. Denn ich habe mir darüber einige Gedanken gemacht und möchte heute mal darüber quatschen wie ich das sehe.

Here we go

Also gleich vorweg kann ich schon mal sagen, dass für mich Selbstliebe absolut nichts mit Egoismus zu tun hat. Du kannst es gerne Egoismus nennen, oder wie manch einer „gesunden“ Egoismus wenn du magst. Aber in meinen Augen ist das ehrlich gesagt Quatsch. Auch Selbstverliebtheit hat für mich nichts damit zu tun. Denn Selbstverliebtheit ist nur ein anderes Wort für Arroganz. Und kann Liebe wirklich Arrogant sein? I don´t think so.
Liebe kann niemals etwas negatives sein. Nie-nie-maals. Auch nicht, wenn wir sie uns selbst schenken. Warum?

I will tell yaa

Selbstliebe ist wie schon gesagt, die Liebe zu dir selbst. Du kannst die Selbstliebe wie eine Mutter betrachten, die du in dem Fall für dich selbst bist. Jedesmal wenn du spürst, dass du jetzt eigentlich mal halblang machen solltest, aktivierst du deine Selbstliebe und kümmerst dich liebevoll um dich selbst. Lass dich dabei nicht vom Ego lumpen. Es wird versuchen dir einen Strich durch die Rechnung zu machen. Aber du weißt es besser. Eine gute Mutter würde sehen, wenn du dich überforderst, und dir raten, dass du dich mal ausruhen solltest. Sie würde dir
den Rücken streicheln,
dir einen Tee machen,
dir zuhören,
dich aufmuntern,
dir sagen dass du gut bist wie du bist,
und dass sie an dich glaubt.


Sie würde Sachen sagen, wie:

„Vielleicht magst du jetzt erst mal deine Batterien aufladen und dann weiter arbeiten.“

„Weißt du was, du bist wundervoll wie du bist. Du musst rein gar nichts an dir verändern.“

„Hey, es ist in Ordnung wenn du das verschiebst und dich heute mal um dich kümmerst.“


Der große Unterschied zwischen der Liebe und dem Ego ist, dass die Liebe ein Gefühl ist, das aus unserem tiefsten inneren kommt und das immer nur unser Bestes und generell das Beste für alle möchte. Und das völlig bedingungslos. Sie keinerlei Anforderungen.

Das Ego hingegen ist eine von uns erfundene Identität, die nichts mit der Realität zu tun hat. Jeder hat ein Ego. Es basiert auf Identifikationen im Außen und möchte immer zu seinen Gunsten handeln. Das Ego handelt zum Beispiel ohne Rücksicht auf Andere. Und auch ohne Rücksicht auf uns selbst. Ihm ist es egal ob wir uns überarbeiten oder ob wir keine Lust haben Sport zu machen. Es bringt uns dazu das Bild in unserem Kopf zu erfüllen. Wenn wir Egoistisch handeln, dann sind davon meist andere Menschen negativ betroffen.


Liebe = Gefühl.
Ego = Verstand.

Liebe = Ehrlich, mitfühlend, verantwortungsvoll, bedingungslos, sanft, leicht.
Erfüllt Bedürfnisse. Braucht keine Anerkennung im Außen.

Ego = Lüge, manipulativ, rücksichtslos, hart, schwer.
Sucht immer nach Vorteilen für sich selbst. Braucht Anerkennung im Außen.


So, jetzt wollen wir hier aber mal nicht den Teufel an die Wand malen. Denn jeder hat ein Ego. Ja, auch die Überspirituellen die glauben sie hätten keins mehr. Und nein, es ist nicht schlimm in meinen Augen. Wenn es in Balance ist. Alles hat zwei Seiten. Yin und Yang. Und ich habe einfach die starke Vermutung, dass das Ego auch seine Daseinsberechtigung hat, zumindest in einem gewissen Maße. Es kann uns bei ganz viel Bewusstheit auf jeden Fall helfen bestimmte Erfahrungen zu machen und dadurch helfen auf liebevolle Weise zu wachsen.

Ich denke, solange wir uns darüber im klaren sind, dass wir nicht unser Ego sind, und wir uns nicht zu sehr mit unseren Vorstellungen und Gedanken identifizieren, können wir durchaus aufatmen. Wir dürfen akzeptieren, dass es zu unserem jetzigen Dasein und unserem persönlichen Weg dazu gehört. Aber, wir sollten immer die Kontrolle behalten und unseren Verstand lediglich als ein Werkzeug ansehen und ihn dementsprechend nutzen. Wir dürfen uns immer wieder über die Bilder die wir im Kopf haben bewusst werden, unsere Handlungen hinterfragen und unsere Gedanken überprüfen. Wenn wir mehr Liebe in unserem Leben haben wollen, ist eine bewusste Auseinandersetzung, und ein verantwortungsvoller Umgang mit unseren Gedanken unumgänglich. So wird sich ganz automatisch immer mehr Liebe in unserem Leben ausbreiten.

Das Leben ist ein
ineinanderfließender Prozess

Was dir dabei helfen kann mehr Kontrolle über dein Leben zu gewinnen?

  • Verantwortung
  • Bewusstheit
  • Mitgefühl

Verantwortung für das eigene Leben übernehmen. Das heißt, alle Entscheidungen die du triffst, triffst du selbst. Du bist dafür verantwortlich. Für dich und dein Leben. Du verstehst, dass du am Ende selbst in der Hand hast, in welche Richtung dein Leben gehen soll. Du lässt dich nicht mehr so sehr von äußeren Dingen und Menschen beeinflussen, die dir nicht gut tun. Du bleibst immer öfter bei dir und deiner Wahrheit. Die Wahrheit erkennst du daran, dass sie in dir ein stärkendes, vertrautes Gefühl auslöst. Dir wird bewusst, dass du zwar einen durchaus nützlichen Verstand besitzt, aber in erster Linie ein fühlendes Wesen bist. Durch fühlen kommt Bewusstheit in dein Leben.

Du nimmst immer öfter an was ist, und akzeptierst es. Es fällt dir immer leichter deinen Weg zu gehen, weil du jetzt auf einer anderen Ebene verstehst wo dein Weg hingeht und dir immer klarer wird, dass du deine eigenen Bedürfnisse hast und du nicht die Bedürfnisse von Anderen erfüllen musst. Du empfindest Mitgefühl für Andere, aber auch für dich selbst. Du gehst respektvoll mit Anderen um, aber setzt dennoch klare Grenzen, weil es dir wichtig ist, für dich einzustehen. Das heißt nicht, dass immer jeder deine Entscheidungen verstehen oder gutheißen muss, und auch nicht dass dein Weg immer einfach ist. Aber du lernst, dass du Du sein darfst. Und dich nicht verstellen musst um jemandem zu genügen. Du bist alleine dadurch, dass du Du bist, gut.
Das ist Selbstliebe.

 

Namaste
Deine Juli

give yourself some love

Wie auf Instagram und in der Facebook Gruppe versprochen, gibt es hier natürlich jetzt auch den SELF-LOVE-SUNDAY.
Ich werde ab jetzt jeden Sonntag eine kleine Selbstliebeanregung mit dir teilen.

Ich weiß nämlich von mir selbst wie wichtig es ist sich immer wieder daran zu erinnern sich Zeit für sich zu nehmen. Aber obwohl wir das ganz genau wissen, machen wir es trotzdem oft viel zu selten.

Außerdem kommt noch hinzu, dass man ja gerne von anderen erwartet dass sie einem etwas gutes tun, was natürlich auch super schön ist, aber wir können es eben auch wunderbar selbst. Deshalb gibt es in der Kategorie self-love-sunday kurze Impulse und Anstupser für ein bisschen Selbstliebe am Sonntag und wenn du möchtest an jedem anderen Tag in der Woche.


Warum

Die Achtsamkeitspraxis begleitet mich schon seit einigen Jahren und ich kann gerade den kleinen Dingen die man easy umsetzen kann super viel abgewinnen und kann sagen dass sie sehr Effektiv sind. Sie holen dich ohne viel Aufwand in den Moment und verbinden dich mit deinem Körper.

Vor allem wenn man sich nicht zwingt irgendetwas ab jetzt „immer so“ zu machen und sich da einfach ein bisschen Abwechslung und Leichtigkeit erlaubt, können diese Erfahrungen sehr bereichernd sein. Aber trotzdem dürfen wir auch in gewisser Weise Beständigkeit zeigen, dadurch dass wir uns regelmäßig mit uns beschäftigen und uns selbst die nötige Aufmerksamkeit schenken.

So, nun aber ab dafür. Ich versuche die Impulse hier kurz zu halten damit du nicht so viel lesen musst und schneller loslegen kannst. Heutiges Thema ist die

F U ß M A S S A G E
von mir selbst für mich selbst

Unsere Füße tragen uns tagtäglich durchs Leben und bekommen doch oft viel zu wenig Aufmerksamkeit.
Deshalb lege ich dir und mir heute ans Herz ein paar Minuten unseren Füßen zu widmen. Schnapp dir dein Lieblingsöl oder Lotion und gönn deinen Füßen und vor allem deinen Zehen eine kleine Massage. Sie werden es dir danken. Du musst dazu kein Profi sein. Einfach mal gut durchkneten so wie es dir angenehm ist. Danach dicke Socken anziehen und sich über die Durchblutung freuen.

Los geht´s! Deine Füße warten schon …
Lass mich in den Kommentaren wissen wie es dir und deinen Füßen ergangen ist.

Deine Juli

Was ist in meinem Kleiderschrank

Vor ungefähr vier Jahren habe ich angefangen radikal auszumisten. Nicht nur mein Badezimmer und fast meine komplette Wohnungseinrichtung hat am Ende dran glauben müssen. Auch mein Kleiderschrank wurde gnadenlos verkleinert. Ich habe verkauft und verschenkt was das Zeug hielt. Sich von Dingen zu trennen kann eine ganz schöne Herausforderung sein am Anfang. Aber es wird im laufe des Prozesses immer leichter. Mir hat es ein großes Stück Freiheit geschenkt.

Auch heute fühle ich mich noch sehr gut damit nicht mehr so viel zu besitzen. Besitz hat generell eine neue Bedeutung für mich angenommen. Ich sehe vieles nicht mehr als meinen Besitz an, sondern als etwas, das mich eine Weile auf meinem Weg begleitet und sich an die Lebensphase anpasst in der ich mich gerade befinde. Dennoch ist mein Anspruch nicht immer nur darauf ausgelegt besonders minimalistisch zu sein. Mir ist Respekt und Bewusstheit einfach sehr wichtig und dass man nicht kopflos und verschwenderisch handelt.

90 Teile
9 Paar Schuhe

Als ich heute meinen Schrank aufgeräumt und alles zusammengelegt habe, habe ich mich gefreut. Denn mein Kleiderschrank besteht fast nur aus second hand Kleidung. Und mich hat noch nie jemand gefragt wo ich denn diese Lumpen her hätte. Im Gegenteil ich bekomme oft sogar Komplimente für meine Sachen. Was mir zeigt dass es sich lohnt in diese Richtung zu gehen. Ich habe in den letzten Jahren meinen Fokus ganz bewusst auf second hand gelegt und so nicht nur ne Menge Geld gespart sondern auch ganz individuelle Teile gefunden die mich very happy machen.

Früher war mein Kleiderschrank vollgestopft. Ich hatte bestimmt 40 Paar Schuhe und 200 Kleidungsstücke. Ich bin wirklich froh und dankbar, dass ich meinen Blickwinkel verändern, und mir durch das Ausmisten ein bisschen mehr Luft schaffen konnte. Außerdem ist mein Konsumverhalten sehr viel verantwortungsvoller geworden. Was einfach bedeutet, dass ich es sehr eindämme meine Klamotten in, ich nenne es mal, herrkömmlichen Geschäften zu kaufen.

Mein aktueller Kleiderschrank sieht so aus

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Ich würde sagen er besteht zu über 90% aus second hand Kleidung oder aus alten Liebhaberstücken die ich noch von früher behalten habe. Die bunte Jacke mit den großen Knöpfen ist eins meiner ältesten Sachen. Sie ist dreizehn Jahre alt. Auch etwas das ich durch das Aumisten gelernt habe. Dinge mehr zu schätzen und zu pflegen.


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Ich liebe meine Jacken. Die Jacke ganz rechts ist meine absolute Lieblingsjacke und inzwischen mindestens 10 Jahre alt. Die Weiße ist aus einem Trödelladen in Barcelona. Die gräuliche aus einem Thrift Store in Kanada. Die blaue habe ich in Deutschland gebraucht gekauft. Das Schwarze ist eigentlich ein Wickelkleid, auch gethrifted in Kanada. Die Dunkelgraue Filzjacke ist ebenfalls aus einem second hand Geschäft in Deutschland.


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Meine Schwäche für Pullis ist groß. Für second hand Pullis erst recht.


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Die Sachen habe ich mir im letzten Jahr hier in Kanada gekauft.


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Als ich vor fast 3 Jahren für zwei Monate auf Bali und Gili Trawangan war hatte ich durch den geringen Platz im Rucksack fast nur praktisches mitgenommen. Deshalb habe ich mir dann dort etwas schönes zum Anziehen gekauft womit ich auch mal Ausgehen konnte. Richtige Trödelmärkte wie wir sie kennen gibt es dort nicht. Ich liebe die Sachen sehr und trage sie immernoch. Dadurch dass ich jetzt auch weniger habe als früher trage ich jedes einzelne Teil das in meinem Kleiderschrank ist regelmäßig. Wenn ich bemerke dass das nachlässt wird es gespendet.


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Meine Schuhe. Zwei Paar fehlen auf dem Bild. Meine Wanderschuhe und meine Gummistiefel. Es sind insgesamt 9 Paar übrig geblieben von meiner gigantischen Schuhsammlung die ich mal hatte. Unten rechts die schwarzen sind Arbeitsschuhe, die ich verpflichtet war zu kaufen. Die Latschen, die Sportschuhe, die Converse und die Stiefel habe ich alle second hand gekauft. Darauf war ich besonders stolz, denn sie sahen zu dem Zeitpunkt noch aus wie neu. Den Rest habe ich im Laden gekauft.

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Mein Fazit ist wie immer. Es ist nicht wichtig es Perfekt zu machen. Es ist nur wichtig bewusst und respektvoll zu sein und dadurch einen kleinen positiven Unterschied zu bewirken. Mich macht es jedenfalls total happy second hand zu kaufen und ich bervorzuge es nach wie vor. Ich liebe es mich durch das Angebot zu wühlen und mich treiben zu lassen. Ich liebe es überrascht zu werden und besondere Einzelteile zu finden. Und ich mag es immer wieder daran erinnert zu werden, dass das meiste was wir brauchen eigentlich schon da ist. Und wie siehst du das?

 

Deine Juli

 

Wenn der Blog einen ruft

Gerade scrolle ich durch alte Blogbeiträge und Entwürfe und muss wirklich schmunzeln. Ich erkenne mich noch heute in diesen Texten so sehr wieder. Aber damals, das weiß ich noch, habe ich irgendwann eine gewisse Schwere gespürt. Ich musste losziehen und mal aus allem raus. Wollte mich mal von allem etwas entfernen. Das lag zum einen daran, dass ich sehr aufgeregt war wegen meiner Reise, ,aber auch absolut daran, dass ich mich selbst irgendwo eingebremst habe. Ich hatte immer das Bedürfnis hier auch über spirituelle Themen und Persönlichkeitsentwicklung zu schreiben. Aber weil ich dachte es hätte hier nix verloren, habe ich es nicht richtig zugelassen und es nur manchmal in meinen Beiträgen mit „eingebaut.“ Später wollte ich dann das Reisen mit unterbringen, weil es grad aktuell war, hatte aber auch da wieder Angst, dass das meine Leser vergraulen könnte, weil es ja nun mal ein von mir erkorener „Plastikblog“ war. Später, als ich dann rumgereist bin habe ich mich dann geschämt, dass ich nicht mehr meine ganzen Ideale in Bezug auf Müllvermeidung erfüllen konnte, so wie ich es mir gewünscht hatte. Das hat mich dann erst recht davon abgehalten hier weiterzuschreiben. Aber ich habe den Drang zu schreiben und mich mitzuteilen nicht verloren. Im Gegenteil, vor einem Monat habe ich sogar einen ganz neuen Blog gegründet. Diesmal mit der Idee voll die Spirischale durchzuklingeln, alle Erkenntnisse rauszuhauen die ich gewonnen habe. Ich habe so viel gelernt über mich und das Leben. Will das alles teilen. Aber dann kam auch hier wieder diese Schwere. Das gibts doch nicht! Und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Na klar. Mein Blog is calling!

Wieso bilde ich mir ein ich würde hier nicht hingehören? Wieso verbiete ich mir zu meinem eigenen Blog zurückzukommen? Wie bescheuert ist das denn. Wieso limitiere ich mich und meine Bedürfnisse so sehr? Wieso glaube ich alles Perfekt machen zu müssen? Das Leben ist doch bunt. Und ich will mich nicht auf irgendwas festfahren, dass nur einer Vorstellung entspricht aber nichts mit dem wahren Leben zu tun hat. Ich möchte Ecken und Kanten. Ich möchte Raum für Wahrheit und alles was zum Leben dazu gehört. Ich möchte einfach nur ich selbst sein. Und ich bin noch immer die alte nur anders. Macht das Sinn? Mich bewegen immernoch die gleichen Themen. Das einzige was sich verändert hat ist mein Umgang damit.

Ich darf mich vom Perfektionismus lösen.
Ich darf Fehler machen.
Ich darf mich treiben lassen.
Ich darf mir verzeihen.
Ich darf offen und Neugierig bleiben.
Ich bin weder Schwarz noch Weiß. Ich bin beides!
Wenn ich hinfalle, stehe ich wieder auf.
Ich bin es Wert gehört zu werden.
Wenn ich Angst habe, mache ich es erst recht.
Ich bleibe immer in Bewegung.

Tja, was soll ich sagen Leute. Hier bin ich also wieder. Die alte neue Julia.
Was euch hier jetzt erwartet? Ihr werdets erleben.

Here we go..

„Lebenskunst ist weder ein sorgloses Dahintreiben, noch ein angstvolles Festklammern an der Vergangenheit. Sie besteht darin, in jedem Augenblick ganz einfühlsam zu sein, ihn als völlig neu und einzigartig anzusehen und das Bewusstsein offen und
ganz und gar empfänglich zu halten.“

-Alan Watts-

 

 

 

 

 

 

 

Hallo nachhaltigeres Leben

Lieber Schweinehund. Eigentlich bist du ja echt süß. Du hast so eine knuffige Nase und so weiches Fell. Und immer wenn du mich so anguckst, mit deinem verträumten Blick, kann ich dir einfach keinen Wunsch abschlagen.

Klar ess ich noch ne Tüte Chips mit dir. Klaro, wir lassen Sport sausen.
Hey coole Idee mit dem Shoppingmarathon – Bin dabei !!
  Ob wir noch kurz ne runde mit dem Auto um den Block drehen?
Aber sicher, kennst mich doch.

*

Schweinehund, es reicht. Du musst jetzt mal gehen. Du darfst mich manchmal besuchen. Aber echt nur kurz. Und dann guck bitte nicht immer so. Ich will nämlich mein Leben zurück, echt jetzt.


Gestern hatte ich eine Email im Postfach von Anna und Julia, mit der Bitte doch einen Blogbeitrag zum Thema #byebyeschweinehund – hallo nachhaltigeres Leben zu schreiben. Und zu erzählen, wie ich es im Alltag schaffe, nachhaltiger zu leben.

Aufgerufen werden alle möglichen Blogs im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit zu dem Thema einen schwank aus ihrem Leben zu erzählen.

Also fange ich mal ganz von vorne an und erzähle dir, wie das bei mir alles so läuft.
Und vielleicht findest du das cool und vielleicht auch nicht.


Wo krieg ich das denn eigentlich her, dieses nachhaltigere Leben?

Normalerweise läuft es ja so. Man wächst mit der Familiy auf und lebt einfach mal das Leben so mit. Und wenn man dann groß ist, macht man das entweder weiter, weil es einem gefällt, oder man schlägt einen anderen Weg ein. Ich hab irgendwann mal zweiteres getan. Und bis heute nicht bereut.

Da ich damals (vor 3 Jahren) mehr als überarbeitet war, und nur noch für die Arbeit gelebt habe, löste das folgende Gedanken in mir aus:

Was will ich eigentlich vom Leben? Was macht mein Leben lebenswert? Was ist meine Aufgabe auf diesem Planeten? Was tue ich für die Umwelt? Was tue ich für mich selbst? Wo kommt diese Wurst her? Und erst recht: Was kann ich verändern?

Als ich meine Stunden kürzen ließ und mehr Zeit für mich hatte, startete ich mein Blog. Das war im November 2014. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mir die Frage nach dem „Wie mache ich das“ gar nicht erst gestellt. Ich hab einfach mal angefangen.

Wie ich ausgerechnet auf dieses Thema kam, weiß ich also ehrlich gesagt auch nicht mehr. Ich wusste nur, dass ich endlich etwas anders machen wollte als stupide arbeiten zu verrichten. Ich habe mich dann komplett in die Problematik Plastik gestürzt.

Im Verlauf der Zeit habe ich gemerkt, dass das nur der erste Ste war. Ich fing an, mich nicht mehr nur auf dieses Thema zu beschränken, sondern auch andere Dinge zu hinterfragen.


Es ist ein Prozess

Alles im Leben ist ein Prozess. Natürlich war meine Wohnung nicht von heute auf morgen plastikfrei, nur weil ich Plastik auf einmal scheiße fand. Aber etwas anders zu machen und einen neuen Weg zu gehen, das war das wichtige für mich.
Wenn man einen Entschluss gefasst hat, für was auch immer. Dann dauert es nicht lange und der rest fügt sich von ganz alleine.

Entschluss fassen – In Aktion treten

Egal was du tust, du musst zu aller erst den Entschluss fassen. Frag dich am Anfang erst mal nicht, wie du irgendetwas machen willst, oder wann du anfangen sollst, oder wie du das schaffen kannst. Sag dir einfach „Ich mache das jetzt“

Und wenn du dann in Aktion trittst, dann fluppt das. Denn egal wie sehr du etwas auch willst, wenn du nicht in Aktion trittst wird sich natürlich nichts verändern.

Akzeptanz

Ganz wichtig. Akzeptiere das Stadium in dem du dich gerade befindest komplett. Dein Weg wird niemals der selbe sein, wie der von irgend jemand anderem.
Ich muss mich da selbst immer wieder dran erinnern. Aber es nützt 0,0 sich mit anderen zu messen. Dein Weg ist der einzig richtige.

Und wenn du halt gerade zum ersten mal in deinem Leben Müll getrennt hast, dann hast du gerade immerhin zum ersten mal in deinem Leben Müll getrennt. Und irgendwann kannst du dann sagen. Bohr, jetzt hab ich schon 100 mal Müll getrennt. Und trotzdem wird es Menschen geben die erst 2 mal Müll getrennt haben und welche die schon 2000 mal Müll getrennt haben.
Krasses Beispiel, ich weiß.


 

Dann war ich weg und der Schweinehund plötzlich wieder da!

Nach der harten Arbeitsphase war es Zeit für eine Auszeit.
Ich verreiste für ein paar Monate: Wollte einfach mal weg.
Und wer begegnet mir da wieder? Ein alter Bekannter  >>   S C H W E I N I   <<

Am Anfang meiner Reise (buchstäblich gemeint: ich war auf Bali) , habe ich den plastikfreien Lebensstil zwar noch weiter geführt und war super dankbar darüber, wie leicht es mir diese Insel machte keinen Müll zu produzieren.

Aber nach und nach musste ich feststellen das es mir schwerer fiel. Und da ich der leichtigkeit des Lebens dort irgendwann komplett verfallen war, habe ich dann wieder angefangen mehr Plastik zu kaufen und mehr oder weniger auf alles zu pfeifen.

Habe getrunken, geraucht, gefeiert und mir tausend Snacks gekauft. Alles zusammen mit meinem lieben Schweinehund natürlich.
Was allerdings auch erst in Vietnam, Laos und Thailand so richtig eskaliert ist. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dort ist einfach aaalles in Plastik verpackt. Sogar die Menschen. Nun ja…

Voll ins Extreme


Was ich erst viel später geschnallt habe ist, dass mein Leben sich immer mehr in die Richtung bewegt in der ich es haben möchte. Auch wenn ich zwischendruch Abzweigungen genommen habe auf die ich rückblickend nicht stolz bin, waren sie doch irgendwo wichtig für den Prozess. Und das gilt auch jetzt noch.

Es geht nicht darum ins extreme zu gehen. Und alles Perfekt machen zu müssen.
Es geht darum, den Lebensstil zu integrieren. Und das was man tut, gerne zu machen.


Zurück in Deutschland habe ich mir sofort einen neuen Job gesucht. Meine alte Stelle hatte ich ja gekündigt und da wollte ich auch auf keinen Fall wieder hin zurück.

Ich habe dann eine Stelle auf einem Bio Bauernhof bekommen und bin seitdem komplett auf Bio. Ich hatte damals schon ab und an Biokram gekauft. Aber so richtig überzeugt davon bin ich erst seit ich dort arbeite (Oktober 2016 bis jetzt)

Auto gegen Farrad getauscht

Im Januar 2017 habe ich dann nach längerem überlegen endlich mein Auto verkauft. Ich hatte keine großartigen bedenken was den Arbeitsweg betrifft, weil ich es einfach unbedingt ausprobieren wollte. Ich bin seitdem bis vor einer Woche fast täglich 10km hin und 10km zurück gedüst. Das ging aber nur, weil ich das Auto rigoros verkauft habe.

Hätte ich das nicht gemacht, dann wäre ich die halbe Zeit mit dem Auto gefahren. Ist doch klar, wenn das gemütliche Auto vor der Türe steht und es draussen -2 grad sind, was macht man dann? Klaro.

Minimalimus ole

Meinen Freund habe ich kennen gelernt als ich wieder in Deutschland war. Und mit ihm fühle ich mich angekommen wie noch nie.
Wir haben gemeinsam einen Bus gekauft, den wir seit Febraur 2017 ausbauen. Und in den wir nun in genau 2 Tagen einziehen werden.
Wir haben all unsere Möbel verkauft und ziehen mit unserem kleinen Hausstand nun darin ein.

Das klingt für manche verrückt. Aber wir haben total Bock drauf.
Wir haben Bock drauf mal auf ganz kleinem Raum zu leben. Und Bock drauf auch mal anzuecken und einfach mal was ganz anderes zu probieren.
Was viele immer vergessen ist, dass man es ja schließlich auch wieder anders machen kann, wenn es einem nicht gefällt.

Nichts was ich tue, tue ich zwangsläufig für immer.
Aber jetzt, momentan, ist es scheinbar das richtige für mich.
Sonst würde ich es ja nicht machen.

Weg damit

Kram aussortieren? Kein Problem mehr.
Mit jedem Teil das weg kommt fühle ich mich etwas freier.
Klar habe ich noch Sachen, aber einfach nicht mehr so unendlich viele.


Wenn ich etwas kaufen möchte, dann übrigens nach folgendem Schema:
a) Brauche ich das?
b) Passt das platzmäßig in meinen Kleiderschrank?
c) Will ich das wirklich haben?
d) Passt mir das überhaupt?
e) Wie langlebig ist es?
f) Wie wurde es produziert?
g) Kann ich das auch gebraucht bekommen?


Es gibt inzwischen genügend Minimalisten die beweisen, dass man einen klaren stilvollen Kleiderschrank haben kann, mit sogar weniger als 20 Teilen (Wovon ich mich übrigens mal ganz dezent verabschiede weil ich immernoch mehr habe)

Aber mal ehrlich, man ist doch längst nicht mehr nur ein verbitterter Hippie der diesen Minimalistenkram durchzieht, weil er der Welt den Stinkefinger zeigt.

Im Gegenteil, das hat inzwischen sogar richtig Stil. Und ich weiß jetzt wirklich das zu schätzen was ich habe und gut mit den Dingen umzugehen die ich habe.

Reichtum ist einfach nicht das Geld das du in deiner Brieftasche hast oder die Klunker die du am Körper trägst.


Ich begegne meinem Schweinehund übrigens immer noch. Manchmal sogar öfter als mir lieb ist. Manchmal winken wir uns nur von der anderen Straßenseite aus zu. Manchmal gehen wir aber auch noch mal ein Stück des Weges zusammen und trinken auf alte Zeiten und suhlen uns im Dreck.

Häufig schwelgen wir in Erinnerungen und klopfen uns gegenseitig auf die Schulter und freuen uns über das, was wir geschafft haben. Dann geht wieder jeder seiner Wege. Ich weiß dass wir uns wieder begegnen werden. Aber das ist cool.

Lieber Schweinehund. Irgendwie hab ich dich lieb. Ohne dich hätte ich meinen Weg sicher nicht gefunden. Und ohne Dich wäre mir nicht klar, woran ich noch arbeiten möchte.

*

PS: Yoga und Meditation hat mich persönlich übrigens sehr geprägt. Der spirituelle Weg ist für mich Mega. Und das ist gar kein hokuspokus wie viele meinen. Ich schaffe es dadurch immer mehr auf meine eigenen Bedürfnisse zu achten. Und je mehr ich das tue, umso mehr kann ich auch auf die Bedürfnisse in meinem Umfeld und der Natur eingehen.

PPS: Übrigens findet ihr alle Blogbeiträge zu dem Thema nachhaltigeres Leben und #byebyeschweinehund hier, im nachhaltigen Warenkorb.

 

Misses Hippie

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