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Was ist in meinem Kleiderschrank

Vor ungefähr vier Jahren habe ich angefangen radikal auszumisten. Nicht nur mein Badezimmer und fast meine komplette Wohnungseinrichtung hat am Ende dran glauben müssen. Auch mein Kleiderschrank wurde gnadenlos verkleinert. Ich habe verkauft und verschenkt was das Zeug hielt. Sich von Dingen zu trennen kann eine ganz schöne Herausforderung sein am Anfang. Aber es wird im laufe des Prozesses immer leichter. Mir hat es ein großes Stück Freiheit geschenkt.

Auch heute fühle ich mich noch sehr gut damit nicht mehr so viel zu besitzen. Besitz hat generell eine neue Bedeutung für mich angenommen. Ich sehe vieles nicht mehr als meinen Besitz an, sondern als etwas, das mich eine Weile auf meinem Weg begleitet und sich an die Lebensphase anpasst in der ich mich gerade befinde. Dennoch ist mein Anspruch nicht immer nur darauf ausgelegt besonders minimalistisch zu sein. Mir ist Respekt und Bewusstheit einfach sehr wichtig und dass man nicht kopflos und verschwenderisch handelt.

90 Teile
9 Paar Schuhe

Als ich heute meinen Schrank aufgeräumt und alles zusammengelegt habe, habe ich mich gefreut. Denn mein Kleiderschrank besteht fast nur aus second hand Kleidung. Und mich hat noch nie jemand gefragt wo ich denn diese Lumpen her hätte. Im Gegenteil ich bekomme oft sogar Komplimente für meine Sachen. Was mir zeigt dass es sich lohnt in diese Richtung zu gehen. Ich habe in den letzten Jahren meinen Fokus ganz bewusst auf second hand gelegt und so nicht nur ne Menge Geld gespart sondern auch ganz individuelle Teile gefunden die mich very happy machen.

Früher war mein Kleiderschrank vollgestopft. Ich hatte bestimmt 40 Paar Schuhe und 200 Kleidungsstücke. Ich bin wirklich froh und dankbar, dass ich meinen Blickwinkel verändern, und mir durch das Ausmisten ein bisschen mehr Luft schaffen konnte. Außerdem ist mein Konsumverhalten sehr viel verantwortungsvoller geworden. Was einfach bedeutet, dass ich es sehr eindämme meine Klamotten in, ich nenne es mal, herrkömmlichen Geschäften zu kaufen.

Mein aktueller Kleiderschrank sieht so aus

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Ich würde sagen er besteht zu über 90% aus second hand Kleidung oder aus alten Liebhaberstücken die ich noch von früher behalten habe. Die bunte Jacke mit den großen Knöpfen ist eins meiner ältesten Sachen. Sie ist dreizehn Jahre alt. Auch etwas das ich durch das Aumisten gelernt habe. Dinge mehr zu schätzen und zu pflegen.


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Ich liebe meine Jacken. Die Jacke ganz rechts ist meine absolute Lieblingsjacke und inzwischen mindestens 10 Jahre alt. Die Weiße ist aus einem Trödelladen in Barcelona. Die gräuliche aus einem Thrift Store in Kanada. Die blaue habe ich in Deutschland gebraucht gekauft. Das Schwarze ist eigentlich ein Wickelkleid, auch gethrifted in Kanada. Die Dunkelgraue Filzjacke ist ebenfalls aus einem second hand Geschäft in Deutschland.


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Meine Schwäche für Pullis ist groß. Für second hand Pullis erst recht.


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Die Sachen habe ich mir im letzten Jahr hier in Kanada gekauft.


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Als ich vor fast 3 Jahren für zwei Monate auf Bali und Gili Trawangan war hatte ich durch den geringen Platz im Rucksack fast nur praktisches mitgenommen. Deshalb habe ich mir dann dort etwas schönes zum Anziehen gekauft womit ich auch mal Ausgehen konnte. Richtige Trödelmärkte wie wir sie kennen gibt es dort nicht. Ich liebe die Sachen sehr und trage sie immernoch. Dadurch dass ich jetzt auch weniger habe als früher trage ich jedes einzelne Teil das in meinem Kleiderschrank ist regelmäßig. Wenn ich bemerke dass das nachlässt wird es gespendet.


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Meine Schuhe. Zwei Paar fehlen auf dem Bild. Meine Wanderschuhe und meine Gummistiefel. Es sind insgesamt 9 Paar übrig geblieben von meiner gigantischen Schuhsammlung die ich mal hatte. Unten rechts die schwarzen sind Arbeitsschuhe, die ich verpflichtet war zu kaufen. Die Latschen, die Sportschuhe, die Converse und die Stiefel habe ich alle second hand gekauft. Darauf war ich besonders stolz, denn sie sahen zu dem Zeitpunkt noch aus wie neu. Den Rest habe ich im Laden gekauft.

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Mein Fazit ist wie immer. Es ist nicht wichtig es Perfekt zu machen. Es ist nur wichtig bewusst und respektvoll zu sein und dadurch einen kleinen positiven Unterschied zu bewirken. Mich macht es jedenfalls total happy second hand zu kaufen und ich bervorzuge es nach wie vor. Ich liebe es mich durch das Angebot zu wühlen und mich treiben zu lassen. Ich liebe es überrascht zu werden und besondere Einzelteile zu finden. Und ich mag es immer wieder daran erinnert zu werden, dass das meiste was wir brauchen eigentlich schon da ist. Und wie siehst du das?

 

Deine Juli

 

Wenn der Blog einen ruft

Gerade scrolle ich durch alte Blogbeiträge und Entwürfe und muss wirklich schmunzeln. Ich erkenne mich noch heute in diesen Texten so sehr wieder. Aber damals, das weiß ich noch, habe ich irgendwann eine gewisse Schwere gespürt. Ich musste losziehen und mal aus allem raus. Wollte mich mal von allem etwas entfernen. Das lag zum einen daran, dass ich sehr aufgeregt war wegen meiner Reise, ,aber auch absolut daran, dass ich mich selbst irgendwo eingebremst habe. Ich hatte immer das Bedürfnis hier auch über spirituelle Themen und Persönlichkeitsentwicklung zu schreiben. Aber weil ich dachte es hätte hier nix verloren, habe ich es nicht richtig zugelassen und es nur manchmal in meinen Beiträgen mit „eingebaut.“ Später wollte ich dann das Reisen mit unterbringen, weil es grad aktuell war, hatte aber auch da wieder Angst, dass das meine Leser vergraulen könnte, weil es ja nun mal ein von mir erkorener „Plastikblog“ war. Später, als ich dann rumgereist bin habe ich mich dann geschämt, dass ich nicht mehr meine ganzen Ideale in Bezug auf Müllvermeidung erfüllen konnte, so wie ich es mir gewünscht hatte. Das hat mich dann erst recht davon abgehalten hier weiterzuschreiben. Aber ich habe den Drang zu schreiben und mich mitzuteilen nicht verloren. Im Gegenteil, vor einem Monat habe ich sogar einen ganz neuen Blog gegründet. Diesmal mit der Idee voll die Spirischale durchzuklingeln, alle Erkenntnisse rauszuhauen die ich gewonnen habe. Ich habe so viel gelernt über mich und das Leben. Will das alles teilen. Aber dann kam auch hier wieder diese Schwere. Das gibts doch nicht! Und da fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Na klar. Mein Blog is calling!

Wieso bilde ich mir ein ich würde hier nicht hingehören? Wieso verbiete ich mir zu meinem eigenen Blog zurückzukommen? Wie bescheuert ist das denn. Wieso limitiere ich mich und meine Bedürfnisse so sehr? Wieso glaube ich alles Perfekt machen zu müssen? Das Leben ist doch bunt. Und ich will mich nicht auf irgendwas festfahren, dass nur einer Vorstellung entspricht aber nichts mit dem wahren Leben zu tun hat. Ich möchte Ecken und Kanten. Ich möchte Raum für Wahrheit und alles was zum Leben dazu gehört. Ich möchte einfach nur ich selbst sein. Und ich bin noch immer die alte nur anders. Macht das Sinn? Mich bewegen immernoch die gleichen Themen. Das einzige was sich verändert hat ist mein Umgang damit.

Ich darf mich vom Perfektionismus lösen.
Ich darf Fehler machen.
Ich darf mich treiben lassen.
Ich darf mir verzeihen.
Ich darf offen und Neugierig bleiben.
Ich bin weder Schwarz noch Weiß. Ich bin beides!
Wenn ich hinfalle, stehe ich wieder auf.
Ich bin es Wert gehört zu werden.
Wenn ich Angst habe, mache ich es erst recht.
Ich bleibe immer in Bewegung.

Tja, was soll ich sagen Leute. Hier bin ich also wieder. Die alte neue Julia.
Was euch hier jetzt erwartet? Ihr werdets erleben.

Here we go..

„Lebenskunst ist weder ein sorgloses Dahintreiben, noch ein angstvolles Festklammern an der Vergangenheit. Sie besteht darin, in jedem Augenblick ganz einfühlsam zu sein, ihn als völlig neu und einzigartig anzusehen und das Bewusstsein offen und
ganz und gar empfänglich zu halten.“

-Alan Watts-

 

 

 

 

 

 

 

Hallo nachhaltigeres Leben

Lieber Schweinehund. Eigentlich bist du ja echt süß. Du hast so eine knuffige Nase und so weiches Fell. Und immer wenn du mich so anguckst, mit deinem verträumten Blick, kann ich dir einfach keinen Wunsch abschlagen.

Klar ess ich noch ne Tüte Chips mit dir. Klaro, wir lassen Sport sausen.
Hey coole Idee mit dem Shoppingmarathon – Bin dabei !!
  Ob wir noch kurz ne runde mit dem Auto um den Block drehen?
Aber sicher, kennst mich doch.

*

Schweinehund, es reicht. Du musst jetzt mal gehen. Du darfst mich manchmal besuchen. Aber echt nur kurz. Und dann guck bitte nicht immer so. Ich will nämlich mein Leben zurück, echt jetzt.


Gestern hatte ich eine Email im Postfach von Anna und Julia, mit der Bitte doch einen Blogbeitrag zum Thema #byebyeschweinehund – hallo nachhaltigeres Leben zu schreiben. Und zu erzählen, wie ich es im Alltag schaffe, nachhaltiger zu leben.

Aufgerufen werden alle möglichen Blogs im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit zu dem Thema einen schwank aus ihrem Leben zu erzählen.

Also fange ich mal ganz von vorne an und erzähle dir, wie das bei mir alles so läuft.
Und vielleicht findest du das cool und vielleicht auch nicht.


Wo krieg ich das denn eigentlich her, dieses nachhaltigere Leben?

Normalerweise läuft es ja so. Man wächst mit der Familiy auf und lebt einfach mal das Leben so mit. Und wenn man dann groß ist, macht man das entweder weiter, weil es einem gefällt, oder man schlägt einen anderen Weg ein. Ich hab irgendwann mal zweiteres getan. Und bis heute nicht bereut.

Da ich damals (vor 3 Jahren) mehr als überarbeitet war, und nur noch für die Arbeit gelebt habe, löste das folgende Gedanken in mir aus:

Was will ich eigentlich vom Leben? Was macht mein Leben lebenswert? Was ist meine Aufgabe auf diesem Planeten? Was tue ich für die Umwelt? Was tue ich für mich selbst? Wo kommt diese Wurst her? Und erst recht: Was kann ich verändern?

Als ich meine Stunden kürzen ließ und mehr Zeit für mich hatte, startete ich mein Blog. Das war im November 2014. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mir die Frage nach dem „Wie mache ich das“ gar nicht erst gestellt. Ich hab einfach mal angefangen.

Wie ich ausgerechnet auf dieses Thema kam, weiß ich also ehrlich gesagt auch nicht mehr. Ich wusste nur, dass ich endlich etwas anders machen wollte als stupide arbeiten zu verrichten. Ich habe mich dann komplett in die Problematik Plastik gestürzt.

Im Verlauf der Zeit habe ich gemerkt, dass das nur der erste Ste war. Ich fing an, mich nicht mehr nur auf dieses Thema zu beschränken, sondern auch andere Dinge zu hinterfragen.


Es ist ein Prozess

Alles im Leben ist ein Prozess. Natürlich war meine Wohnung nicht von heute auf morgen plastikfrei, nur weil ich Plastik auf einmal scheiße fand. Aber etwas anders zu machen und einen neuen Weg zu gehen, das war das wichtige für mich.
Wenn man einen Entschluss gefasst hat, für was auch immer. Dann dauert es nicht lange und der rest fügt sich von ganz alleine.

Entschluss fassen – In Aktion treten

Egal was du tust, du musst zu aller erst den Entschluss fassen. Frag dich am Anfang erst mal nicht, wie du irgendetwas machen willst, oder wann du anfangen sollst, oder wie du das schaffen kannst. Sag dir einfach „Ich mache das jetzt“

Und wenn du dann in Aktion trittst, dann fluppt das. Denn egal wie sehr du etwas auch willst, wenn du nicht in Aktion trittst wird sich natürlich nichts verändern.

Akzeptanz

Ganz wichtig. Akzeptiere das Stadium in dem du dich gerade befindest komplett. Dein Weg wird niemals der selbe sein, wie der von irgend jemand anderem.
Ich muss mich da selbst immer wieder dran erinnern. Aber es nützt 0,0 sich mit anderen zu messen. Dein Weg ist der einzig richtige.

Und wenn du halt gerade zum ersten mal in deinem Leben Müll getrennt hast, dann hast du gerade immerhin zum ersten mal in deinem Leben Müll getrennt. Und irgendwann kannst du dann sagen. Bohr, jetzt hab ich schon 100 mal Müll getrennt. Und trotzdem wird es Menschen geben die erst 2 mal Müll getrennt haben und welche die schon 2000 mal Müll getrennt haben.
Krasses Beispiel, ich weiß.


 

Dann war ich weg und der Schweinehund plötzlich wieder da!

Nach der harten Arbeitsphase war es Zeit für eine Auszeit.
Ich verreiste für ein paar Monate: Wollte einfach mal weg.
Und wer begegnet mir da wieder? Ein alter Bekannter  >>   S C H W E I N I   <<

Am Anfang meiner Reise (buchstäblich gemeint: ich war auf Bali) , habe ich den plastikfreien Lebensstil zwar noch weiter geführt und war super dankbar darüber, wie leicht es mir diese Insel machte keinen Müll zu produzieren.

Aber nach und nach musste ich feststellen das es mir schwerer fiel. Und da ich der leichtigkeit des Lebens dort irgendwann komplett verfallen war, habe ich dann wieder angefangen mehr Plastik zu kaufen und mehr oder weniger auf alles zu pfeifen.

Habe getrunken, geraucht, gefeiert und mir tausend Snacks gekauft. Alles zusammen mit meinem lieben Schweinehund natürlich.
Was allerdings auch erst in Vietnam, Laos und Thailand so richtig eskaliert ist. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dort ist einfach aaalles in Plastik verpackt. Sogar die Menschen. Nun ja…

Voll ins Extreme


Was ich erst viel später geschnallt habe ist, dass mein Leben sich immer mehr in die Richtung bewegt in der ich es haben möchte. Auch wenn ich zwischendruch Abzweigungen genommen habe auf die ich rückblickend nicht stolz bin, waren sie doch irgendwo wichtig für den Prozess. Und das gilt auch jetzt noch.

Es geht nicht darum ins extreme zu gehen. Und alles Perfekt machen zu müssen.
Es geht darum, den Lebensstil zu integrieren. Und das was man tut, gerne zu machen.


Zurück in Deutschland habe ich mir sofort einen neuen Job gesucht. Meine alte Stelle hatte ich ja gekündigt und da wollte ich auch auf keinen Fall wieder hin zurück.

Ich habe dann eine Stelle auf einem Bio Bauernhof bekommen und bin seitdem komplett auf Bio. Ich hatte damals schon ab und an Biokram gekauft. Aber so richtig überzeugt davon bin ich erst seit ich dort arbeite (Oktober 2016 bis jetzt)

Auto gegen Farrad getauscht

Im Januar 2017 habe ich dann nach längerem überlegen endlich mein Auto verkauft. Ich hatte keine großartigen bedenken was den Arbeitsweg betrifft, weil ich es einfach unbedingt ausprobieren wollte. Ich bin seitdem bis vor einer Woche fast täglich 10km hin und 10km zurück gedüst. Das ging aber nur, weil ich das Auto rigoros verkauft habe.

Hätte ich das nicht gemacht, dann wäre ich die halbe Zeit mit dem Auto gefahren. Ist doch klar, wenn das gemütliche Auto vor der Türe steht und es draussen -2 grad sind, was macht man dann? Klaro.

Minimalimus ole

Meinen Freund habe ich kennen gelernt als ich wieder in Deutschland war. Und mit ihm fühle ich mich angekommen wie noch nie.
Wir haben gemeinsam einen Bus gekauft, den wir seit Febraur 2017 ausbauen. Und in den wir nun in genau 2 Tagen einziehen werden.
Wir haben all unsere Möbel verkauft und ziehen mit unserem kleinen Hausstand nun darin ein.

Das klingt für manche verrückt. Aber wir haben total Bock drauf.
Wir haben Bock drauf mal auf ganz kleinem Raum zu leben. Und Bock drauf auch mal anzuecken und einfach mal was ganz anderes zu probieren.
Was viele immer vergessen ist, dass man es ja schließlich auch wieder anders machen kann, wenn es einem nicht gefällt.

Nichts was ich tue, tue ich zwangsläufig für immer.
Aber jetzt, momentan, ist es scheinbar das richtige für mich.
Sonst würde ich es ja nicht machen.

Weg damit

Kram aussortieren? Kein Problem mehr.
Mit jedem Teil das weg kommt fühle ich mich etwas freier.
Klar habe ich noch Sachen, aber einfach nicht mehr so unendlich viele.


Wenn ich etwas kaufen möchte, dann übrigens nach folgendem Schema:
a) Brauche ich das?
b) Passt das platzmäßig in meinen Kleiderschrank?
c) Will ich das wirklich haben?
d) Passt mir das überhaupt?
e) Wie langlebig ist es?
f) Wie wurde es produziert?
g) Kann ich das auch gebraucht bekommen?


Es gibt inzwischen genügend Minimalisten die beweisen, dass man einen klaren stilvollen Kleiderschrank haben kann, mit sogar weniger als 20 Teilen (Wovon ich mich übrigens mal ganz dezent verabschiede weil ich immernoch mehr habe)

Aber mal ehrlich, man ist doch längst nicht mehr nur ein verbitterter Hippie der diesen Minimalistenkram durchzieht, weil er der Welt den Stinkefinger zeigt.

Im Gegenteil, das hat inzwischen sogar richtig Stil. Und ich weiß jetzt wirklich das zu schätzen was ich habe und gut mit den Dingen umzugehen die ich habe.

Reichtum ist einfach nicht das Geld das du in deiner Brieftasche hast oder die Klunker die du am Körper trägst.


Ich begegne meinem Schweinehund übrigens immer noch. Manchmal sogar öfter als mir lieb ist. Manchmal winken wir uns nur von der anderen Straßenseite aus zu. Manchmal gehen wir aber auch noch mal ein Stück des Weges zusammen und trinken auf alte Zeiten und suhlen uns im Dreck.

Häufig schwelgen wir in Erinnerungen und klopfen uns gegenseitig auf die Schulter und freuen uns über das, was wir geschafft haben. Dann geht wieder jeder seiner Wege. Ich weiß dass wir uns wieder begegnen werden. Aber das ist cool.

Lieber Schweinehund. Irgendwie hab ich dich lieb. Ohne dich hätte ich meinen Weg sicher nicht gefunden. Und ohne Dich wäre mir nicht klar, woran ich noch arbeiten möchte.

*

PS: Yoga und Meditation hat mich persönlich übrigens sehr geprägt. Der spirituelle Weg ist für mich Mega. Und das ist gar kein hokuspokus wie viele meinen. Ich schaffe es dadurch immer mehr auf meine eigenen Bedürfnisse zu achten. Und je mehr ich das tue, umso mehr kann ich auch auf die Bedürfnisse in meinem Umfeld und der Natur eingehen.

PPS: Übrigens findet ihr alle Blogbeiträge zu dem Thema nachhaltigeres Leben und #byebyeschweinehund hier, im nachhaltigen Warenkorb.

 

Misses Hippie

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Alles auf schwarz – Vanlife Ade?

Wir haben den Abgasgeruch schon länger gerochen.
Aber wir dachten es läge eventuell an einem Loch im Auspuffrohr. Wäre es mal nur das..

Wir haben Mounty gestern in die Werkstatt gebracht, weil wir das noch schnell geregelt haben wollten vor dem Umzug.
Wir dachten uns gehen dann allenfalls 2 Tage flöten.
Leider ist es nicht der Auspuff.
Tatsächlich liegt der Übeltäter im Motor.

Trauerstimmung im Hause Hippie

Die Einspritzdüsen von unserem Mounty sind komplett von oben bis unten verstopft. Die Dichtungen sind alle kaputt und haben langsam aber sicher diese schwarze dicke glänzende teerartige Schicht durchkommen, und sich überall auf dem Motor verteilen lassen.
Das Zeug ist sowas von hartnäckig, dass man es nur mit Stundenlanger Arbeit abbekommt. Zeit die die Jungs in der Werkstatt auf mehrere Tage verteilen müssen, weil unser Auto leider nicht das enizige ist, das dort auf Reparatur wartet.

Das bedeutet unser Bus muss jetzt erst mal in der Werkstatt bleiben.
Und das heißt wiederum, wir können nicht wie geplant zu Anfang Juni alles einladen und losdüsen.
Das heißt auch, dass wir jetzt vorher nichts mehr im Bus machen können. Sprich, die Elektrik kann nicht fertig gestellt werden. Das Solarpanel und die zweit Batterie liegen hier auch noch rum und, ja, wir können gerade einfach nichts machen. Gar nichts..

Das viele Geld was dieser „Eingriff“ uns kostet ist uns tatsächlich total egal. Das kriegen wir irgendwie hin.
Vielmehr ist es die Monatelange Arbeit und die daraus resultierende Vorfreude. Das fieberhafte zählen der letzten Tage, bis wir endlich aus der Stadt raus können. Der Stress der letzten Monate hat uns viel Kraft gekostet. Neben dem Ausbau noch die letzten Vorbereitungen zu treffen. Die letzten Kartons zu packen. Die Wohnung leer zu kriegen. Wir haben unsere ganze Einrichtung verkauft. Ab morgen keine Waschmaschine mehr.
Ab Sonntag keine Couch mehr. Ab Montag keine Küche mehr.
Ab Mittwoch keine Wohnung mehr.

Seit heute keinen Bus mehr..

PAFF!! Jetzt sitzen wir mit dicken Steinen in der Tasche auf dem Boden und verstehen die Welt nicht mehr.

Die letzte Kraft nutzen

Was mich sehr tröstet ist, dass wir viele liebe Menschen um uns haben die uns helfen.
Wir können hier und da Sachen unter stellen. Können bei Freunden oder Familie unter kommen. Das gibt mir perönlich viel Kraft und ich bin sehr dankbar dafür.

Außerdem hat mich das Universum wieder mal gelehrt, dass immer alles anders kommt als man es plant. Weil man nichts planen kann. Weil man das Leben JETZT leben und nehmen muss wie es kommt.

Jede bestandene Prüfung macht dich ein bisschen schlauer und ein bisschen Stärker. Und darüber zu schreiben und auch die nicht so schönen Geschichten als Teil dieser Reise zuzulassen und mit Euch zu teilen gibt mir irgendwie gerade ein ganz warmes angekommenes Gefühl.

Ich wünsche mir, dass wir Mounty ganz bald wieder haben und er wieder schnurrt wie ein Kätzchen. Und uns nicht mehr alles mit Abgasen vollpestet. Das war kein Spaß mit dem Geruch, das kann ich Euch sagen. Mir war regelmäßig schlecht davon.


Ansonsten ist es doch so… in dem moment wo dir das Leben eine runter haut ist es halt einfach Scheiße. Aber später hat man die coolsten Geschichten zu erzählen und kann im besten Fall darüber lachen.
So oder so ähnlich sagte Phil von The Sunnyside es in einem seiner letzten Videos auch, als er und seine Freundin im strömenden Regen, in ihrem undichten Defender, in New York in einen gigantischen Monsun geraten sind. Und sie klatschnass mitten in der Nacht unter einer Brücke Schutz gesucht haben, weil es unendlich rein geregnet hat.

In diesem Sinne.
Wir schauen das wir trocken bleiben.

PS: Bilder folgen (Wir hatten im Stress beide die Handys vergessen. Aber die Jungs von der Werkstatt schicken welche per Mail. Die füge ich dann noch nachträglich zu)

 

You are the universe in ecstatic motion
-rumi-


Misses Hippie


 

 

Was! Ihr macht das jetzt echt?

Ganz genau! Der Plan ist kein Plan mehr der ausgearbeitet werden muss und auch kein Traum der verwirklicht werden soll. Es ist die Realität! Es ist greifbar! Es ist da!


Der Bus ist fast fertig und wir können sehr sehr bald darin einziehen. In 3 Wochen um genau zu sein müssen wir aus unsere Bude raus.

Wohin zieht ihr denn dann?

Wir wussten seit langem dass wir erst mal auf einem Campingplatz unterkommen möchten um schon mal das echte Vanlife zu erleben und nicht in unsere Wohnung flüchten zu können wenn das Wetter mal zu mies sein sollte oder es in der Nacht kalt wird. Wir nehmen das neue Leben so an wie es ist. Das hat sicherlich schöne, romantische Aspekte. Aber auch unschönere, raue. Aber wir möchten alle Facetten kennenlernen.

Achso, nicht das wir lange gesucht hätten. Aber wir haben endlich einen Campingplatz gefunden. ‚Endlich‘ ist deshalb relativ. Wir haben am selben Tag an dem wir losgefahren sind Campingplatz Nummer 3 auserwählt unser neues temporäres zuhause zu werden. Allerdings hatten wir die vorher schon rausgesucht. Nur das Besichtigen haben wir immer wieder nach hinten verschoben.

Was macht ihr mit euren ganzen Möbeln?

Wir haben so gut wie alles verkauft, verschenkt, vertrödelt und teilweise (aber ganz wenig) weggeschmissen. Möbel haben wir bis auf 3 Lieblingsteile keine mehr. Unser Bett war sowieso nur aus Paletten, die haben wir weiter gegeben.

Wir sind schon rigoros an die Sache rangegangen. Angefixt von dem Gedanken nur noch das zu beistzen was wir als wirklich wichtig empfinden. Und ja, es ist so wie schon ganz viele andere Menschen vor uns es behaupten haben. Mit jedem Teil wo wir Anfangs noch dachten wir könnten es nicht abgeben, haben wir später gemerkt wie leicht es wird. Und vor allem wie leicht man sich selber fühlt den ganzen Ballast abzuwerfen.

Nachher war es dann ganz oft so „Ach komm, das kann auch weg!“ Und zack, wieder ein Teil gespendet oder 10 Euro dafür im Bustopf gespart. Jeder hat am Ende jetzt nur noch vielleicht 3 oder 4 Kartons mit Habseligkeiten. Der Rest ist weg!

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Trödelmarkt im alten Bahnhof in Neuss – ALLES MUSS WEEEG

Was wir mit dem Papierkram und Versicherungen gemacht haben, habe ich ja im letzten Artikel schon beschrieben.

Klamotten Klamotten ~ Was mach ich bloß mit Euch?

Thema Kleidung ist bei mir ja nochmal gaaanz speziell. Ich kaufe ja seit einiger Zeit fast ausschließlich gebrauchte Kleidung. Und ich habe ganz ganz ganz viel aussortiert und verkauft und bin auch immernoch nicht fertig.

Ich fühle mich gut damit, inzwischen weit weniger als die Hälfte zu besitzen als noch vor einigen Monaten. Ich muss aber auch ehrlich sagen, dass es mir schwer fällt einen minimalistischen Kleiderschrank zu haben, wie man ihn sich als Vorzeigeminimalist vielleicht vorstellt. Ich hab mehr als zwei Tops und zwei Hosen und alles mehr als zwei mal jedenfalls.

Und ich kann mich auch nicht damit anfreunden nur Funktionskleidung zu haben nur weil es ja so funktional ist auf Reisen und wobei auch immer. Nein! Ich brauche auch schöne Sachen. Da bin ich dann doch wieder zu sehr Mädchen. Und das darf auch so sein.

Nichts desto trotz muss bald ein Großteil hier von

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Mein schon reduzierterer Kleiderschrank

irgendwie hier rein passen. OH OH!

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Mein neuer „Kleiderschrank“

Was steht denn jetzt noch an?

Also wir sind schon weiter als auf dem Titelbild zu sehen ist. Die Küchenzeile ist schon drin. Das Wandmosaik ist fast fertig (lasst Euch überraschen)
Wir haben unseren Kühlschrank, Arbeitsplatte und Spülbecken. Müssen nur noch angeschlossen werden. Die Dachluke baut Ruben heute oder morgen fertig ein.

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Dachlukenloch

Wir haben uns eine neue Matratze gekauft. Ich denke mal so fühlt sich das an wenn man auf Wolken schläft. Vor allem weil wir das letzte halbe Jahr auf so einer Art Klapp-Gästematratze geschlafen haben. Weil wir beide keine Matratzen mehr besaßen. Meine war zehn Jahre oder älter und komplett durch.

Was ich, wenn ich jetzt auf der neuen Matratze liege, kaum glauben kann ist, wie konnte ich jemals auf etwas anderem liegen als auf dieser Wolke?!
Ich schweife ab. Wir können jedenfalls in den nächsten 3 Wochen endlich in unseren Bus ziehen. Und das nach gerade mal 4 Monaten seit Kauf des Busses.

Der Bus ist dann noch nicht komplett fertig. Aber wir freuen uns auf alles was da noch kommt. Aber das ist dann wieder eine andere Geschichte.

Ich bin froh diesen Weg gewählt zu haben. Es ist toll dass wir jetzt ernsthaft immer unser Haus dabei haben. Unser Haus! Irgendwie als hätte man keine Verpflichtungen mehr. Da wo wir sind sind auch unsere Sachen und da wo wir sind sind wir zuhause. Wir steigen einfach ein und fahren weiter.

ich freu mich Euch bald Fotos vom fertigen Innenraum präsentieren zu können.
Und im Sommer wird unser Häusschen dann auch noch von außen verschönert..

Schön, dass Du da bist.

Misses Hippie

Wie trenne ich mich von Dingen?

M I N I M A L I S M U S

Manchmal denke ich, ich höre dieses Wort überall. Aber ich glaube, das ist wie wenn man ein neues Hobby hat. Auf einmal hat jeder das selbe Hobby. Oder man hat einen neuen Hund und plötzlich haben alle Hunde. Das, womit man sich beschäftigt hat Raum in unseren Gedanken und wir werden feinfühliger dafür.

Auf einmal bin ich irgendwie minimalistischer geworden.
Ich habe gar nicht den Anspruch, nur noch 100 Teile oder weniger besitzen zu wollen, wie manch ein Minimalist da draußen. Aber allein schon viel weniger Kram zu haben fühlt sich einfach soo befreiend an.



Immer wieder mal fliegt irgendwas raus und in der Regel kommt auch nix neues dafür wieder rein. Seit 2 Jahren mache ich das jetzt so, mit dem reduzieren. Und irgendwie finde ich noch immer Sachen, die gehen dürfen.

Wenn du das auch möchtest, gebe ich dir jetzt ein paar Tipps an die Hand, wie man Sachen loswerden kann, ohne gleich einen Container bestellen zu müssen.

Wo fange ich an ?

Punkt 1 – Kündigen

Nein, nicht deinen Job. Es sei denn du findest den doof. Dann kannst du den natürlich auch kündigen.
Aber wie wäre es mit Versicherungen, Handyverträgen, Abos …

Im zuge meiner Reise, um Geld zu sparen, habe ich alles mögliche gekündigt. Meinen Vertrag im Fitnessstudio zum Beispiel. Versicherungen die ich nicht mehr brauche. Und habe auch so alles mal überdacht, wofür ich mehr oder weniger sinnlos Geld ausgegeben habe.

Ich bestize jetzt noch eine Unfallversicherung und eine Krankenversicherung. Alles andere habe ich gekündigt, weil ich einfach nicht an die Notwendigkeit glaube. Jap, auch die Rentenversicherung musste gehen. Tschüss und weg!

Das ist für manche erstmal leichter als Gegenstände wegzugeben und vielleicht ein guter Einstieg um sich von etwas zu lösen und zu lernen, dass man auch in der Hinsicht zu viel besitzen kann.

Punkt 2 – Kleidung & Möbel

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I C H  M I S T E  A U S

u n d   z w a r

S T Ä N D I G


K L E I D U N G


Meine Freunde lachen sich krumm, weil sie jeden zweiten Tag sehen, dass ich etwas in einer gewissen Trödelgruppe poste. Aber ich finde immer wieder Klamotten, die ich einfach nicht mehr brauche.

Das dauert wirklich mitunter lang. Immer wieder fallen mir sehr schöne Sachen in die Hände, die ich nie abgeben wollte. Aber wo ich jetzt einsehe, dass ich sie ja doch nicht trage. Und was will ich mit Klamotten, die nur im Schrank vergammeln.

Mein Tipp also, ausmisten. Wenn du die Möglichkeit hast, die Sachen ausser Sichtweite zu lagern. Mach das! Und dann schauen ob du die Teile vermisst wenn du sie nicht mehr ständig im Schrank hängen siehst. Und wenn nicht, na wunderbar.

Dann kannst du sie verschenken, spenden oder verkaufen.


M Ö B E L


Jetzt habe ich leicht reden, weil wir in unser neues Bus-zuhause ziehen werden und daher eh nichts an Möbeln mitnehmen können. Aber wir haben uns ja auch bewusst dazu entschieden. Und die Idee resultiert daraus, dass wir eben der Meinung sind, dass weniger mehr ist.

Ich habe mich im Vorfeld aber schon von Dingen getrennt, unabhängig vom bevorstehenden Busleben. Einfach nur, weil ich sie nicht mehr brauche. Es muss also gar nicht immer super krass sein.

Von diesen Dingen habe ich mich getrennt:

Trockner – Ich trockne alles auf der Leine
Fernseher – Wir schauen kein fern. Nur Serien auf dem Computer
Kleiderschrank – Kleiderstange reicht, der rest liegt auf dem Boden.
Bett = 4 Paletten + Matratze
Auto = Fahrrad

Punkt 3 – Konsumverzicht

Wenn man eine Weile geübt hat, fällt es einem nicht mehr schwer nicht ständig alles kaufen zu wollen.

Wenn ich etwas haben möchte, überlege ich erstmal, ob ich es wirklich brauche.
Wenn ja, dann versuche ich es gebraucht zu bekommen.
wenn nicht, überlege ich nochmal ob ich es brauche.
Wenn ja, dann kaufe ich es neu.

Du glaubst gar nicht wie oft ich Sachen liegen lasse, wenn ich mal kurz über die Sinnhaftigkeit philosophiert habe.

Wenn man in der Stadt wohnt, wird man noch öfter verführt Zeug mitzunehmen. Da hilft nur Standhaftigkeit.

Punkt 4 – Badezimmer

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Mir persönlich hat der Plastikverzicht sehr dabei geholfen in meinem Badezimmer aufzuräumen.

Das war wirklich ein langer Prozess und ich musste viel ausprobieren.
Aber es ist sehr hilfreich sich damit auseinander zu setzen.
Es ist nicht 100% Plastikfrei, aber sehr reduziert.

Man bemerkt automatisch nach und nach wie wenig man braucht.
Und ich habe jetzt einfach so viel Platz. Und auch viel mehr Zeit.

Ich habe:

~ Eine Bambuszahnbürste
~ Zahnputztabs aus dem Unverpacktladen
~ Eine Gesichtscreme in Porzellandose (Nur im Winter/ kaufe ich aber vermutlich nicht mehr nach)
~ Kokosöl gegen raue Haut
~ Lavaerde zum Haare waschen
~ Duschgel (Seife war zu aggressiv auf Dauer/stelle bald um auf ebenfalls Lavaerde)
~ Eine Mascara, ein Augenbrauenstift, ein Kajalstift , ein Rougepinsel, eine Rougedose (fliegt jetzt aber auch raus)
~ 5 Nagellacke + Entfernerpads
~ Menstruationscup (Ich liebe das Ding)
~ Rasierer

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Mehr brauche ich nicht. Und im Bus habe ich auch gar nicht so viel Platz. Daher bin ich doppelt glücklich, dass ich rechtzeitig aussortiert habe.
Meine Nichte hat übrigens das meiste von meinem Kram bekommen.

Punkt 5 – Teilen

Ich habe beispielsweise damals, als mein Laptop kaputt gegangen ist, keinen neuen mehr gekauft. Ich teile mir jetzt einen Computer mit meinem Freund.

Das gleiche gilt für mein Auto. Ich habe es verkauft, und mir ein Fahrrad gekauft. Einfach um zu sehen, dass das auch geht. Ich fahre zur Arbeit pro Strecke 10km.

Jetzt haben wir zwar noch den Bus, aber der wird bald unser zu Hause und dient somit nicht für mich als privates Fortbewegungsmittel.

Witzigerweise bekomme ich jetzt aber ständig Autos geliehen. Mein Chef gab mir seins zuletzt und Freundinnen leihen mir auch fröhlich ihre Autos, wenn ich mal weitere Strecken fahren muss und Zugfahren nicht in Frage kommt. Oder wenn ich, wie zuletzt wegen einer Knieverletzung nicht Rad fahren konnte.

Für den Umbau am Bus haben wir uns kein eigenes Verlängerungskabel gekauft, sondern eins beim Nachbarn geliehen.


„Fürchte Dich nicht vor dem langsamen vorwärtsgehen, fürchte Dich nur vor dem stehenbleiben“ – Aus China

Ich hoffe der Einblick hat dir gefallen. Lass mir gerne einen Kommentar da. Ich freue mich immer über Austausch. Erzähl mir doch, was du so für Schritte gemacht hast um etwas Ballast abzuwerfen. Und ob du dich dadurch auch ein bisschen freier fühlst. Im Kopf und im Herzen und in deinen 4 Wänden.herzherzherzherzherz

A L L E S  L I E B E

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Schön, dass du da bist.

Misses Hippie