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Misses Hippie tried Bulk Shopping

Yeahh. Tante LeMi wurde eröffnet.

Der erste kleine süße Laden in meiner Nähe, in dem man verpackungsfrei einkaufen kann.
Wie toll ist das denn?

Bulk-Shopping liegt langsam echt im Trend. Damit ist gemeint, dass man sich aus großen Gefäßen (Bulk=Menge) etwas in ein kleineres, meist selbstmitgebrachtes Gefäß, abfüllen kann. Und so, einfach mal unmengen an Müll spart.

Jetzt hat in Mönchengladbach der erste Laden eröffnet, der einem dies ermöglicht.

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Das fünfköpfige Gründerteam. Von links: Magdalena, Elena (mit Tante LeMi), Lars, Oliver, Simone

Vorweg ist kurz zu erwähnen, dass die Lebensmittel aus Hygienischen Gründen natürlich schon in einer Verpackung geliefert werden. Aber es sind Großpackungen, die wirklich viel viel Müll sparen. Ein paar Lebensmittel sind in Plastik verpackt, andere in Papiertüten, andere waren nur in Gläsern.

Einige meckern ja gern, dass so ein Laden ja gar nicht verpackungsfrei wäre.
Das Konzept ermöglicht es aber zumindest dem Kunden, komplett verpackungsfrei einzukaufen, da man seine eigenen Gefäße mitbringt.

Und es ist sowas von Ressourcenschonend, wenn alle sich aus einem großen Pott bedienen. Und wie toll ist dieses Gefühl von teilen bitte?
Also lasst die Meckerbacken meckern.

Alles Bio oder was?

Ganz genau, alles was in dem kleinen Laden angeboten wird, wurde Biologisch erzeugt.

Um als Kunde Lebensmittel beziehen zu können, ist es aus vereinsrechtlichen Gründen notwendig, dem Verein Eine Erde e.V beizutreten. Das klingt erstmal nach viel Aufwand, ist es aber nicht. Denn das ist erstmal eine rein schriftliche Angelegenheit. Kostenlos. Und dauert gefühlt 1 sekunde. Natürlich begrüßt der Verein es, wenn man sich engagieren möchte, in welcher Form auch immer. Aber niemand verpflichtet sich durch seine Unterschrift zu irgendetwas.

Mir haben die Gründer gesgat, dass sie sich als eingetragener Verein, keinen lästigen Lebensmittelkontrollen unterziehen müssen. Und durch eine Mitgliedschaft, klärt man sich bereit, selbst verantwortlich zu sein für das, was man kauft und verzehrt. Der Laden hat auch nur an 1-2 Tagen in der Woche zu bestimtmen Zeiten geöffnet

Auf mich hat Tante LeMi einen guten Eindruck gemacht. Deshalb habe ich mich auch gleich als Mitglied eingetragen. Und konnte dann auch gleich einkaufen.

Ablauf&Preise

Zuerst wurden alle Gefäße die man mitgebracht hat abgewogen und mit dem Gewicht beschriftet. Danach konnte man sich selbst an den Gefäßen bedienen und sich abfüllen was man gerne möchte.

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Elena und Lars; zwei vom fünfköpfigen Team an der Kasse

Ein paar Impressionen

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Hülsenfrüchte,Öl,Nudeln&Co

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Das Gewürzregal

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Noch mehr Reis und Nudeln

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Festes Shampoo, Wasch- und Putzmittel
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Das Buch von Nadine Schubert lag auch als anschauungsmaterial aus. Ihr Blog (Besserlebenohneplastik)

Mein Einkauf

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Bei den Datteln habe ich nicht lange gefackelt und gleich den ganzen 5Kg Karton mitgenommen, zu Hause dann umgefüllt und den Rest in den Keller gebracht. 30€ sind aber auch einfach ein Schnapper gewesen. Ehrlich! Im Internet habe ich zuletzt für die selbe Ware 15€ mehr gezahlt + Versandkosten.

Dann habe ich noch Rote Linsen, Kichererbsen, Zimt, Hefeflocken und Waschpulver mitgenommen. Das alles hat mich gerade mal 6€ und ein paar zerquetschte gekostet. Super günstig!

Tante LeMi, es war mir eine Freude!
Wer noch etwas mehr erfahren möchte über das Konzept, Standort usw, sollte sich unbedingt mal auf ihrer Seite umsehen.

 

Eure Misses Hippie

21 Kommentare

  1. Hallo!

    Der Laden ist sehr nett hergerichtet, es ist ja immer ein bisschen unterschiedlich, die meisten haben aber diese großen „Selbstabfüllbehälter“. Gefällt mir aber sehr gut mit diesen Dosen, einmal ein bisschen anders.

    lg
    Maria

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    • Fussel sagt

      Nicole, es gibt sowas in der Schweiz, wenn auch bisher nicht so viel:
      http://www.smarticular.net/verzeichnis/
      Dort sind drei Läsen in Zürich drin, dann hab ich letztens (vor zwei Wochen) gelesen, dass in Genf gerade einer neu aufgemacht hätte und ich glaube über Basel hatte ich auch mal was gelesen, da finde ich die Referenz aber nicht mehr.

      Gefällt 2 Personen

      • Hi Fussel! Vielen Dank! Es gibt in Basel schon Läden, wo man sich Sachen auffüllen lassen kann (z.B. Waschmittel). Aber so einen ganzen Laden hab ich noch nicht gesehen. Sobald ich mal in Zürich bin, werde ich mir diese drei Geschäfte mal anschauen! Lg Nicole

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  2. Hallo Misses Hippie,

    dein Bericht macht mir gerade richtig gute Laune, weil sich in Sachen Zero Waste so viel bewegt und weil ich hoffentlich demnächst selber mal einen Unverpacktladen besuchen kann. Gerade hier auf dem Land ist das verpackungsfreie Einkaufen nämlich noch eine Seltenheit. Kichererbsen sind z.B. eine Sache, die wir unheimlich gerne benutzen, die es hier aber nur in Glas oder Plastik gibt.

    Liebe Grüße, Svenja (Apfelmädchen)

    Gefällt 1 Person

    • Hi Svenja. Jaa!! Ist das nicht toll? Ich dachte auch ich hör nicht richtig als ich von dem Laden erfuhr. Ich bin mir sicher ,bei dir in der Nähe ist auch schon einer in Planung.

      Mit den Kichererbsen und den roten Linsen find ich auch super. Sonst musste man immer die vorgekochten im Glas kaufen.

      Wenn ihr die in Massen esst könnt ihr euch die im Internet aber auch bestellen. Sind glaub ich 10 Kg Papiertüten. Dasselbe hab ich mal beim Reis überlegt weil ich da immer so viel von esse 😛

      Lieben Gruuss

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  3. Sabine sagt

    Das ist ja toll und als Verein eine Superidee,hört sich auch günstiger an.
    Es tut sich langsam etwas in Sachen Plastik- und Müllvermeidung.Wenn dann die Leute auch noch aufhören würden,ihren Müll in die Gegend zu werfen,wäre das schon einen Schritt weiter.
    Bei mir in der nächsten Stadt gibt jetzt auch einen verpackungsfreien Laden und demnächst noch ein weiterer.
    Liebe Grüße

    Gefällt 1 Person

    • Dass die Leute aufhören Müll zu schmeißen ist dann der nächste Schritt 😉 und, dass viel mehr Menschen schimpfen und die Müllschmeisser aufmerksam machen ,wenn sie sie auf frischer Tat ertappen.

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  4. goldenesnix sagt

    Ich wünschte so einen Laden gäbe es auch in meiner Stadt. Ich versuche so gut es geht auf Plastikverpackungen zu verzichten, aber oft gibt es einfach keine Alternative.

    Gefällt 1 Person

    • Eine Gute Mischung aus „nichtaufgeben“
      Und „nichtstressen“ funktioniert eigentlich immer ganz gut. Hauptsache man fängt irgendwo an. Die Alternativen kommen dann von ganz allein hab ich bemerkt 🙂

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  5. Pingback: Misses Hippie auf dem Heldenmarkt – So richtig neu war leider nichts |

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