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Wie trenne ich mich von Dingen?

M I N I M A L I S M U S

Manchmal denke ich, ich höre dieses Wort überall. Aber ich glaube, das ist wie wenn man ein neues Hobby hat. Auf einmal hat jeder das selbe Hobby. Oder man hat einen neuen Hund und plötzlich haben alle Hunde. Das, womit man sich beschäftigt hat Raum in unseren Gedanken und wir werden feinfühliger dafür.

Auf einmal bin ich irgendwie minimalistischer geworden.
Ich habe gar nicht den Anspruch, nur noch 100 Teile oder weniger besitzen zu wollen, wie manch ein Minimalist da draußen. Aber allein schon viel weniger Kram zu haben fühlt sich einfach soo befreiend an.



Immer wieder mal fliegt irgendwas raus und in der Regel kommt auch nix neues dafür wieder rein. Seit 2 Jahren mache ich das jetzt so, mit dem reduzieren. Und irgendwie finde ich noch immer Sachen, die gehen dürfen.

Wenn du das auch möchtest, gebe ich dir jetzt ein paar Tipps an die Hand, wie man Sachen loswerden kann, ohne gleich einen Container bestellen zu müssen.

Wo fange ich an ?

Punkt 1 – Kündigen

Nein, nicht deinen Job. Es sei denn du findest den doof. Dann kannst du den natürlich auch kündigen.
Aber wie wäre es mit Versicherungen, Handyverträgen, Abos …

Im zuge meiner Reise, um Geld zu sparen, habe ich alles mögliche gekündigt. Meinen Vertrag im Fitnessstudio zum Beispiel. Versicherungen die ich nicht mehr brauche. Und habe auch so alles mal überdacht, wofür ich mehr oder weniger sinnlos Geld ausgegeben habe.

Ich bestize jetzt noch eine Unfallversicherung und eine Krankenversicherung. Alles andere habe ich gekündigt, weil ich einfach nicht an die Notwendigkeit glaube. Jap, auch die Rentenversicherung musste gehen. Tschüss und weg!

Das ist für manche erstmal leichter als Gegenstände wegzugeben und vielleicht ein guter Einstieg um sich von etwas zu lösen und zu lernen, dass man auch in der Hinsicht zu viel besitzen kann.

Punkt 2 – Kleidung & Möbel

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I C H  M I S T E  A U S

u n d   z w a r

S T Ä N D I G


K L E I D U N G


Meine Freunde lachen sich krumm, weil sie jeden zweiten Tag sehen, dass ich etwas in einer gewissen Trödelgruppe poste. Aber ich finde immer wieder Klamotten, die ich einfach nicht mehr brauche.

Das dauert wirklich mitunter lang. Immer wieder fallen mir sehr schöne Sachen in die Hände, die ich nie abgeben wollte. Aber wo ich jetzt einsehe, dass ich sie ja doch nicht trage. Und was will ich mit Klamotten, die nur im Schrank vergammeln.

Mein Tipp also, ausmisten. Wenn du die Möglichkeit hast, die Sachen ausser Sichtweite zu lagern. Mach das! Und dann schauen ob du die Teile vermisst wenn du sie nicht mehr ständig im Schrank hängen siehst. Und wenn nicht, na wunderbar.

Dann kannst du sie verschenken, spenden oder verkaufen.


M Ö B E L


Jetzt habe ich leicht reden, weil wir in unser neues Bus-zuhause ziehen werden und daher eh nichts an Möbeln mitnehmen können. Aber wir haben uns ja auch bewusst dazu entschieden. Und die Idee resultiert daraus, dass wir eben der Meinung sind, dass weniger mehr ist.

Ich habe mich im Vorfeld aber schon von Dingen getrennt, unabhängig vom bevorstehenden Busleben. Einfach nur, weil ich sie nicht mehr brauche. Es muss also gar nicht immer super krass sein.

Von diesen Dingen habe ich mich getrennt:

Trockner – Ich trockne alles auf der Leine
Fernseher – Wir schauen kein fern. Nur Serien auf dem Computer
Kleiderschrank – Kleiderstange reicht, der rest liegt auf dem Boden.
Bett = 4 Paletten + Matratze
Auto = Fahrrad

Punkt 3 – Konsumverzicht

Wenn man eine Weile geübt hat, fällt es einem nicht mehr schwer nicht ständig alles kaufen zu wollen.

Wenn ich etwas haben möchte, überlege ich erstmal, ob ich es wirklich brauche.
Wenn ja, dann versuche ich es gebraucht zu bekommen.
wenn nicht, überlege ich nochmal ob ich es brauche.
Wenn ja, dann kaufe ich es neu.

Du glaubst gar nicht wie oft ich Sachen liegen lasse, wenn ich mal kurz über die Sinnhaftigkeit philosophiert habe.

Wenn man in der Stadt wohnt, wird man noch öfter verführt Zeug mitzunehmen. Da hilft nur Standhaftigkeit.

Punkt 4 – Badezimmer

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Mir persönlich hat der Plastikverzicht sehr dabei geholfen in meinem Badezimmer aufzuräumen.

Das war wirklich ein langer Prozess und ich musste viel ausprobieren.
Aber es ist sehr hilfreich sich damit auseinander zu setzen.
Es ist nicht 100% Plastikfrei, aber sehr reduziert.

Man bemerkt automatisch nach und nach wie wenig man braucht.
Und ich habe jetzt einfach so viel Platz. Und auch viel mehr Zeit.

Ich habe:

~ Eine Bambuszahnbürste
~ Zahnputztabs aus dem Unverpacktladen
~ Eine Gesichtscreme in Porzellandose (Nur im Winter/ kaufe ich aber vermutlich nicht mehr nach)
~ Kokosöl gegen raue Haut
~ Lavaerde zum Haare waschen
~ Duschgel (Seife war zu aggressiv auf Dauer/stelle bald um auf ebenfalls Lavaerde)
~ Eine Mascara, ein Augenbrauenstift, ein Kajalstift , ein Rougepinsel, eine Rougedose (fliegt jetzt aber auch raus)
~ 5 Nagellacke + Entfernerpads
~ Menstruationscup (Ich liebe das Ding)
~ Rasierer

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Mehr brauche ich nicht. Und im Bus habe ich auch gar nicht so viel Platz. Daher bin ich doppelt glücklich, dass ich rechtzeitig aussortiert habe.
Meine Nichte hat übrigens das meiste von meinem Kram bekommen.

Punkt 5 – Teilen

Ich habe beispielsweise damals, als mein Laptop kaputt gegangen ist, keinen neuen mehr gekauft. Ich teile mir jetzt einen Computer mit meinem Freund.

Das gleiche gilt für mein Auto. Ich habe es verkauft, und mir ein Fahrrad gekauft. Einfach um zu sehen, dass das auch geht. Ich fahre zur Arbeit pro Strecke 10km.

Jetzt haben wir zwar noch den Bus, aber der wird bald unser zu Hause und dient somit nicht für mich als privates Fortbewegungsmittel.

Witzigerweise bekomme ich jetzt aber ständig Autos geliehen. Mein Chef gab mir seins zuletzt und Freundinnen leihen mir auch fröhlich ihre Autos, wenn ich mal weitere Strecken fahren muss und Zugfahren nicht in Frage kommt. Oder wenn ich, wie zuletzt wegen einer Knieverletzung nicht Rad fahren konnte.

Für den Umbau am Bus haben wir uns kein eigenes Verlängerungskabel gekauft, sondern eins beim Nachbarn geliehen.


„Fürchte Dich nicht vor dem langsamen vorwärtsgehen, fürchte Dich nur vor dem stehenbleiben“ – Aus China

Ich hoffe der Einblick hat dir gefallen. Lass mir gerne einen Kommentar da. Ich freue mich immer über Austausch. Erzähl mir doch, was du so für Schritte gemacht hast um etwas Ballast abzuwerfen. Und ob du dich dadurch auch ein bisschen freier fühlst. Im Kopf und im Herzen und in deinen 4 Wänden.herzherzherzherzherz

A L L E S  L I E B E

&

Schön, dass du da bist.

Misses Hippie

Unser Van – Und wir

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Endlich bist du daaaaa


Wir haben es uns so lange gewünscht. Und jetzt haben wir ihn endlich. Unseren Bus!!

Anfang Februar haben wir ihn gekauft. Er steckt also noch in den Babyschuhen. Naja, nicht wenn man nach seinem Alter geht. 17 Jahre hat der Gute auf dem Buckel.

Aber für uns ist er natürlich unser Baby und wir wollen ihn jetzt zu unserem Traum Hippiemobil umbauen und dann darin einziehen.

Jap genau. Komplett, mit all unserem hab und gut.

Das soll hier jetzt auch nur eine kurze Vorstellungsrunde sein. Die detaillierten Beiträge kommen noch.

Bisher haben wir erstmal ein paar Sachen herausgerissen, damit wir den Bus gescheit dämmen und isolieren können.

Die Seitenwände aus Holz haben Ruben echt Nerven gekostet. Weil überall diese blöden Poppnieten in kleinstarbeit herausgebohrt werden mussten.

Das putzen war dann schon angenehmer. Wir haben leichtere Rostflecken entfernt an der Decke und danach alles mit einem sanften Waschbenzin abgerieben. Ruben ist momentan viel fleißiger als ich.

Gestern hat er alles mit Schalldämmung isoliert. Und während ich hier tippe, macht er die Wärmedämmung. Aber ich flitze jetzt schnell runter und helfe ich ihm dabei . . .

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Schön, dass du da bist

Misses hippie

Time to say Goodbye?

„Mensch, die Hippietante lässt ja auch nix mehr von sich hören“ Stimmt. Ich hab mein Blog ziemlich lange vernachlässigt. Dafür habe ich mich aber sehr intensiv um mich und mein Leben gekümmert und das sehr genossen.

Wie ihr ja wisst, war ich eine zeitlang verreist. Und da blieb das Schreiben hier echt auf der Strecke. Dafür habe ich tolle Menschen kennengelernt, die Sonne genossen und war viel in der Natur unterwegs. Als ich wieder daheim ankam, habe ich sofort einen richtig tollen neuen Job angefangen, mich kurz darauf Hals über Kopf verliebt und bin in eine neue Stadt gezogen. Alles ziemlich verrückt und vor allem ziemlich schnell.

Wie das halt immer so ist mit dem Leben. Es ist so gut wie unplanbar und dabei auch noch komplett außer Rand und Band, aber gleichzeitig total liebenswert und erfrischend. Also langweilig wird mir jedenfalls nie.

Und jetzt? Wie geht es denn nun weiter?

Was den Blog betrifft, sag ichs einfach mal ganz Banal. Beiträge kommen wenn sie kommen und kommen nicht wenn nicht. Hier bleibt jedenfalls alles beim alten. Und ich schau ab und an mal nach dem rechten. Momentan sagt mir mein Bauch aber, dass ich hier erstmal nichts neues schreiben werde. Der Blog aber bleibt bestehen.
Er hat schließlich mich selbst und einige andere inspiriert und das soll auch so bleiben.

Was mein Leben betrifft, tut sich so viel gerade und es fühlt sich so unglaublich toll an.
Ich kann nur sagen, dass mir der Blog dabei wirklich sehr geholfen hat, mein Leben in eine schöne Richtung zu entwickeln.

Meine Straße, mein Zuhause, mein Blog!

Als ich damals das große Projekt „Plastikfrei“ gestartet habe, habe ich rigoros alles an Plastik verbannt was mir in die Quere kam. Einfach um ein Gefühl dafür zu bekommen, wo es überall drin steckt und was das für unseren Körper und unsere Umwelt bedeutet.

Dadurch habe ich auch angefangen an vielen anderen Ecken mein Leben positiv in Frage zu stellen. Und kam auf so viele weitere Zweige, die mich total bereichert haben und es weiterhin tun. Und darüber bin ich echt happy.

Lebe ich Plastikfrei?

Ich habe vor kurzem mal ein nettes Wort gehört:

P L A S T I K A R M

Jepp. Vermutlich bin ich eine plastikarm lebende Person, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Thema Plastikvermeidung in ihrem Leben präsent zu halten, und es stets nach bestem Gewissen und Umsetzung in ihr Leben zu integrieren.

Oh, was für eine nette Affirmation ♥

Aber komplett Plastikfrei? Fehlanzeige.

Was mich allerdings inzwischen sehr versöhnlich mit mir  selbst stimmt, ist die Tatsache, dass ich es überhaupt begonnen habe, und die Einsicht, dass niemand, eingenommen mir selbst, Perfektion in der Hinsicht von mir erwarten sollte.

Ich habe aus der Zeit einiges in mein Leben integriert, was jetzt einfach schon normal für mich geworden ist. An manchen Stellen habe ich auch tatsächlich den Blick dafür verloren, was ich erreicht habe, und muss es mir manchmal mühselig wieder vor Augen führen.

Wenn ich die Zügel generell etwas lockerer lasse und einfach die bin, die ich bin, und mich nicht permanent damit stresse es Perfekt machen zu wollen, dann geht es mir einfach besser.

Ich habe nach wie vor das Bestreben auf Plastik zu verzichten wo es geht. Verurteile mich aber nicht mehr, wenn ich es nicht an allen Stellen schaffe. Und das sollte niemand tun.

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Achja, noch gaanz kuurz zu meiner super tollen Lebensentwicklung, die ich weiter oben erwähnt habe. Mein Freund und ich ziehen bald in einen Bus!! Ja, ich weiß, voll krass.Die Wohnung ist bereits gekündigt. Wie aufregend!!!!

Mein kleines Auto habe ich vor einem Monat bereits verkauft und fahre seitdem nur noch Fahrrad. Und jetzt soll eben auch die Wohnung dran glauben. Wir möchten gerne minimalistischer und freier leben. Ich freu mich drauf!!!

So meine lieben Freigeister.
Das war es erstmal von mir.
Ich wünsche Euch alles Glück der Erde.

Hippie Hippie Yeah!!
MUCHOS LOVOS

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Eure Misses Hippie

Good News vs. Bad News – Plastikproblem auf Bali

Hallöchen ihr Lieben. Mein erstes offizielles Blog-Lebenszeichen aus Bali. Yeahhhh.

Ich bin hier soo faul. Es ist aber auch soo heiß hier in Ubud (Stadt). In ein paar Tagen geht es wieder ans Meer. Ich freue mich.

Jedenfalls nutze ich gerade zum zweiten Mal die Handy App von WordPress zum schreiben, bisher sieht es aus als könnte ich ein paar Eindrücke mit euch teilen. Die Internetverbindung ist stabil und die App gibt ihr bestes.

Good News

Meine ersten Eindrücke hatte ich ja bereits auf Facebook geteilt. Ich bin absolut positiv beeindruckt davon, dass man einfach scheinbar überall im Süden der Insel (ich kann bisher nur für Denpasar, Canggu, Ubud und Gianyar) sprechen, seine eigene Trinkflasche an Wassserspendern auffüllen kann. Wenn man keine Flasche hat, kann man sie an einigen Stellen käuflich erwerben.

Die leeren Wasserspender werden gesammelt, abgeholt, gereinigt und wieder befüllt. Ich habe bisher  erst 2 mal eine Plastikflasche kaufen müssen. Das war einmal, weil ich meine Trinkflasche zu Hause vergessen hatte und einmal, als ich in Munduk (Norden der Insel war) wo dieses System leider nicht so weit verbreitet ust. 

Was ebenfalls toll ist, ist dass die meisten Restaurants rund in und um Ubud und Canggu mit nachhaltigen Materialien arbeiten. Am Strand in Canggu bekam ich beispielsweise meine Fruit Bowl in einer Kokosnuss serviert. 


Und wenn man etwas zum mitnehmen bestellt, wird es gerne in einem Palmblatt und Papier verpackt. Aber meistens gehe ich essen und lasse so erst gar keinen Müll entstehen. Das Essen hier ist so gut und so günstig. Da kann man ruhig öfter Auswärts essen. 

In Ubud gibt es einen Laden namens ‚Bali Buda‘ dort kann man sich Nüsse und Samen selbst zapfen. Es gibt außerdem eine Selbstbedienungstheke mit Brot, Gebäck und so weiter. Sojamilch in Glasflaschen, lose Energiebällchen und selbstgemachte Pflanzenmilch. Und keine Plastiktüten zum verpacken, sondern ausschließlich Papier.


Bad News

Leider ist die Insel an vielen Stellen vermüllt. So groß der Einsatz der Einheimischen und der  Regierung auch sein mag. Es gibt noch viel zu tun. 

Viele Einheimische legen Wasser in Plastiktüten, Bonbons und andere Süßigkeiten mit zu den selbstgebastelten Opfergaben, die man überall auf der Insel findet. Auch gerne in Wassernähe, sodass  einiges an Müll ins Meer gelangt. 

Sehr häufig sehe ich auch, dass Müll einfach auf der Strasse oder in den Reisterassen verbrannt wird. Und unmengen an Müll liegt einfach auf der Strasse und im Wald.

Zum Glück gibt es inzwischen Organisationen, die sich dem Problem annehmen und den Müll teilweise aufsammeln. Es gibt scheinbar auch inzwischen eine recht gut zu funktionierende Mülltrennungsanlage. Allerdings weiß ich darüber nicht viel.

Ich wage allerdings zu bezweifeln, dass dort viel recycelt wird. Aber der Wille ist immerhin da!


Das war es erstmal soweit. Ich bin gespannt auf weitere Eindrücke und lasse euch wieder daran teilhaben. 

Lasst gerne ein paar Kommentare da – Würde mich freuen.

Eure Misses Hippie

Ich bin dann mal weg. Bauchgefühl//Reiseplanung//Blogpause?

A C H T U N G. Es folgt eine Zusammenfassung über Dinge, die so sind wie sie sind.


Ich habe ja bereits vor einiger Zeit angekündigt, dass ich eine Reise machen werde. (In 3 Tagen geht es übrigens endlich los!!!) Viele interessieren sich dafür, deshalb schreibe ich jetzt mal ein paar Worte zu dem Thema. Damit ihr wisst was so in Misses Hippies Leben abgeht. Ich habe da nämlich so ein paar Änderungen vorgenommen.

Mir wurden in den letzten Wochen Löcher in den Bauch gefragt, wieso ich so eine lange Reise mache, warum ich meinen Job gekündigt habe, ob ich jemals wieder komme, warum ich mich alleine auf den Weg mache und wohin gehts jetzt nochmal genau!??


 

I C H   B I N   D A N N   M A L   W E G

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Vor einigen Monaten begann ich mit der Reiseplanung. Bis vor wenigen Wochen war ich der Felsenfesten Überzeugung, ich würde übermorgen im Flieger nach Südamerika sitzen und in Ecuador Bäume pflanzen, und einen Monat später mit zwei Bekannten in Peru, bei einem grünen Smoothie über ihre geplante Selbstversorgersiedlung quatschen.

 

B A U C H G E F Ü H L

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Ein bisweilen super guter Plan. Aber auf einmal verließ mich dieses Gefühl. Ihr wisst schon. Man ist Feuer und Flamme für etwas. Man kann es kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Man redet Wochenlang über nichts anderes. Und auf einmal ist es weg.

Komplett. Dieses Gefühl. Die Freude. Wegwegwegwegweg.
Da kam ich ins grübeln. Habe noch ne Woche gewartet und mein Bauchgefühl beobachtet. Als sich aber nichts mehr tat und ich mich ausreichend in Youtubevideos vergraben hatte von Weltreisenden Menschen, die Einblicke in ihr Leben gewähren, wusste ich auf einmal das mein Gefühl mich nicht täuscht. Es sollte einfach nicht Südamerika sein. Zumindest nicht zu diesem Zeitpunkt.

N E U E   W E G E  ?

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Hallo S Ü D O S T A S I E N.
Eine völlig andere Richtung. Es kann sehr erfrischend sein sich nicht an Pläne zu halten. Erst recht wenn es die eigenen sind. Ich habe also mein Südamerikaticket verkauft (auf den letzten Drücker übrigens) und mir einen Flug nach Bali gebucht.

Letztendlich spielt es keine Rolle wohin ich gehe, nur das ich gehe! Stillstand ist tot, habe ich mal irgendwo gelesen. Ich finde den Satz äußerst passend. Denn so habe ich mich eine ganze Weile lang gefühlt. Totunglücklich in meinem Job nämlich. Statt meinen unbezahlten Urlaub wahrzunehmen, habe ich mich dazu entschieden zu kündigen und etwas von der Welt zu sehen.

N I C H T S   G E N A U E S   W E I ß
M A N   N I C H T  

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Ich weiß zwar schon im groben wo ich hin will, und auch, dass ich ein paar Monate weg sein und mehr in die Materie Yoga eintauchen möchte. Aber ich habe kein Route mehr, so wie bei der vorher geplanten Südamerikatour. Und wie sich die Dinge entwickeln weiß doch eh kein Mensch.

Ich bin jetzt erstmal völlig frei. Keine Wohnung, kein Job, keine Versicherung, keine laufenden Kosten. Ah doch, Spotify darf muss bleiben!
Ansonsten bin ich jetzt einfach mal ein streundener Hund, der durch die Gegend läuft und sich dort niederlässt, wo es ihm gefällt. Ob das dann letztendlich was für mich ist, werde ich ja bald wissen.

B L O G P A U S E ?!

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Ich habe nicht geplant eine einzulegen. Im Gegenteil. Deshalb mache ich die Reise ja schließlich auch. Es ist nicht überall so schön sauber wie in meinem behüteten Umfeld. Ich weiß das, aber kann ich es auch begreifen? Vielleicht kann ich es bald besser. Und wenn ich es kann, möchte ich diese Erfahrungen natürlich mit euch teilen.

Ich werde daher natürlich weiter Artikel hier hochladen. Wie oft steht in den Sternen. Ich nehme nämlich weder einen Laptop mit (Besitze ja auch gar keinen mehr) noch habe ich überall eine super duper Internetverbindung. Also lasst euch überraschen. Ihr werdet mich jedenfalls nicht so schnell los.


Wer möchte, kann mir auf folgenden social Media Plattformen folgen:

Instagram
Facebook

Dort lasse ich regelmässig etwas von mir hören. Ist manchmal auch einfacher und schneller als einen kompletten Artikel zu verfassen.

 


E U R E   M I S S E S   H I P P I E

 

 

Gastbeitragsalarm!! Recyclingumschläge gehen jetzt auch cool

Endlich ohne Plastik! Heftumschläge aus Recyclingpapier

Die Geschichte einer Produktidee-
von Sylvia Manhat

 

Ich bin Mama von drei Kindern, zwei davon im Grundschulalter.
Jedes Jahr zum Schuljahresbeginn müssen meine Kinder etwa zehn Hefte kaufen und sie in verschiedenfarbige Schutzumschläge stecken.
Das verlangen die Lehrkräfte so. Deutsch gelb, Mathe rot, Lernwörter blau….

Diese Schutzumschläge oder Heftschoner gibt es als Massenartikel in jedem Schreibwarenladen. Sie sehen seit etwa vierzig Jahren gleich aus und sie sind – wer hätte es gedacht – aus Plastik!
Jährlich werden rund 200 Millionen Schulhefte in Deutschland verkauft. Für etwa 80 Millionen davon wird ein solcher Schutzumschlag gekauft. Das ist eine Menge!

Im September letzten Jahres, pünktlich zum bayerischen Schulbeginn habe ich mich wieder einmal geärgert. Ich war dabei, die neuen Schulsachen der Kinder zusammenzustellen und wollte  zumindest versuchen, die Plastik-Heftschoner vom Vorjahr wiederzuverwenden. Aber obwohl sie aus Kunststoff sind  – nach einem Jahr im Schulranzen meiner Tochter sind die meisten Umschläge in einem offensichtlich gebrauchten Zustand: zerfledderte Ränder und Risse.

„Da kümmert sich wohl keiner um

ordentliche Schulsachen“

Da ich aber versuche, Plastik zu sparen und auch meinen Kindern ein Bewusstsein dafür mitgeben möchte, stecke ich dennoch die Hefte meiner Tochter in die alten Umschläge, überklebe lediglich das Namensschild. Ergebnis? Meine Tochter hat bei der neuen Lehrerin sofort den „Da-kümmert-sich-wohl-keiner-um-ordentliche-Schulsachen-Stempel“ weg.

Nach einigen Monaten geben einige der alten Umschläge vollends den Geist auf und ich möchte der Lehrerin beweisen, dass ich mich sehr wohl kümmere! Zweiter Versuch: Ich suche nach einer Alternative aus Papier und werde im Internet fündig. Ein großer Schreibwarenhersteller bietet Umschläge aus Altpapier in allen Farben an. Ich mache mich auf die Suche in den umliegenden Schreibwarenläden in meiner Stadt. Keines der Ladengeschäfte hat solche Papierumschläge im Angebot. Zähneknirschend bestelle ich sie online.

„Als sie eintreffen, bin ich enttäuscht“

 

Die Qualität erinnert an die Recyclingpapierhandtücher auf der Schultoilette. Sie sind recht dünn und sie sehen ziemlich uncool aus.
Egal – ich stecke die Hefte meiner Tochter in die Papierumschläge und schicke sie mit einem Satz frisch eingebundener Hefte in die Schule. Ergebnis? Die Umschläge sind ihr peinlich, weil ihre Banknachbarin und etliche andere Mädchen sagen, die seien  „voll ätzend-öko“. Sie trägt es mit Fassung. Zum Glück.

Doch genau in diesem Moment kommt mir meine Produktidee!“

 

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Es gibt Plastikumschläge. Die sind einigermaßen stabil, neutral in der Optik aber leider eben aus Plastik. Es gibt Papierumschläge. Die sind nicht stabil, neutral bis unschön in der Optik aber umweltfreundlich. Was es nicht gibt: umweltfreundliche Papierumschläge, die stabil sind und dabei so schön, dass man sogar cool ist wenn man sie hat.

Ich fange an zu recherchieren, finde nach langer Suche das ideale Papier. Recycling muss es sein! Schließlich sollen auch keine Bäume gefällt werden. Ich werde fündig. Ein edles 250g Papier, ausgezeichnet mit dem „Blauen Engel“, leicht kaschiert mit einer schmutzabweisenden Oberfläche, so stabil, dass man es hinstellen kann. Natürlich wird auch ein Papierumschlag nicht jahrelang halten. Aber es ist eben Papier und kein Plastik. Dafür ist es am Ende auch nur Papiermüll und kein Plastikmüll.
Ich entwerfe eine A4- Stanzform, gestalte Logo, Muster und Designs und finde eine Druckerei in meiner Nähe, die mit Öko-Farben druckt.  Es geht ja nicht nur um Plastikmüllvermeidung. Es geht ja auch darum, nicht in Fernost zu bestellen oder giftige Farben zu verwenden.

 

„Nach einigen Monaten abendlicher Arbeit halte ich

die ersten Umschläge in der Hand.“

 

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Meine Tochter ist begeistert! Sie nimmt einen Satz Umschläge in die Schule mit. Die Reaktion ist überwältigend! „Cool, die sind aber schön! Wo gibt’s die?“ war wohl die Frage, die sie am häufigsten gehört hat. Ich habe ihr eingeschärft noch nicht zu erzählen, dass die Schutzumschläge von uns selbst produziert werden. Sie benutzt die Umschläge nun seit Januar und ich bin selbst positiv überrascht von der Haltbarkeit und Qualität. Die Umschläge sehen immer noch toll aus!

Im Moment gibt es die Umschläge nur in A4 und bisher nur in den vier Grundfarben gelb, rot, grün und blau. Gerne würde ich bald auch andere Formate und Farben auf den Markt bringen. Natürlich wird es nicht leicht werden ein solches Produkt zu etablieren, aber vielleicht macht es doch die Runde in den Klassenzimmern, dass es jetzt auch stabile Papierumschläge gibt, die schön aussehen.

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Ich stehe ganz am Anfang der Vermarktung und habe nun ein Crowdfunding-Projekt auf startnext eingestellt.
Es läuft bis Mitte Juni 2016. Ich wäre unendlich dankbar, wenn ihr den Link mit gleichgesinnten Leuten teilen würdet.

https://www.startnext.com/minouki

Als Dankeschön gibt es auf startnext auch einen Satz Umschläge für die Unterstützer!

Verkauft werden die Umschläge übrigens jetzt bereits testweise hier:

http://de.dawanda.com/shop/minouki

Ich bin überzeugt davon, dass man den Plastikkonsum verringern kann, wenn man geeignete und attraktive Ersatzprodukte bietet. Mir ist bewusst, dass ich mit meiner Idee nicht die Welt retten werde. Aber es ist ein weiterer winziger Schritt in die richtige Richtung. Nur so kann es gelingen.

Eure Sylvia

 


Danke liebe Julia, dass ich einen Gastbeitrag in Deinem Blog veröffentlichen durfte. Ich bin froh, dass es Leute wie Dich und Deine Leser gibt.

Sehr gerne liebe Sylvia. Ich hoffe dein Projekt findet großen Anklang. Von mir gibt es schonmal einen Daumen hoch!! Vielen Dank für deinen schönen Gastbeitrag und alles alles Gute! Julia.