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Die Wichtigkeit der 3 R´s + Wieso Radikalität dich ausbremst

Reduce

reduzieren

Re-use

wiederverwenden

Recycle

wiederverwerten

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Jeden Tag und jede Minute werden wir Zeugen des ewigen Wandels. Es gibt weder richtig noch falsch. Besser oder schlechter. Gut und böse. Es gibt nur das hier und jetzt und wie wir in jedem Augenblick handeln.

So lehrt uns die Chinesische Philosophie, dass man sich von seinen negativen Gedankenmustern lösen sollte.

Dass Regen gar nicht schlimm ist, sondern Leben bringt. Auf Regen folgt ohnehin früher oder später wieder Sonne.
Wenn man wütend ist, lacht man danach wieder.
Und wenn die Nacht herinbricht, ist der Tag nicht weit.

Es ist alles eine Betrachtungsweise.
Alles ist ein Kreislauf. Alles gleicht sich aus.

Demnach sind Yin und Yang zwar entgegen gesetzte aber untrennbar verbundene Kräfte, deren Bewegungen und Wandlungen die Welt entstehen lassen.

Das eine kann ohne das andere nicht überleben, denn nur gemeinsam bilden sie das perfekte Mittelmaß. Und ist eine Seite mal stärker ausgeprägt, schaltet sich die andere Seite im besten Fall sofort ein und gleicht es wieder aus.


 

Wieso Radikalität dich ausbremst

Wenn ich eins im letzten Jahr gelernt habe, dann, dass mich Extreme extrem ausgebremst haben und diese Radikalität mir nicht gut getan hat.

Mit ‚Extreme‘ meine ich übrigens extreme Ansichten und Druck der von außen kommt, oder im schlimmsten Fall von einem selbst!

Kennt ihr das? Man möchte weniger Schokolade essen und isst im Endeffekt doppelt so viel. Man möchte mehr Sport machen und findet jeden Tag eine Ausrede wieso man nichts machen konnte. Man muss lernen, aber kriegt nichts in den Kopf und man will Plastik vermeiden und plötzlich ist einfach überall Plastik!

Wenn ich eins im letzten Jahr ebenfalls gelernt habe, dann, dass es mich voran getrieben hat, die Mission ganzheitlich zu betrachten und auch die kleinsten Erfolge zu feiern.

Warum vermeide ich Plastik? Warum lebt dieser Blog?
Sicher nicht, um den Wettbewerb des plastikfreiesten Menschen zu gewinnen, oder dem, des Menschen, mit dem am wenigstenmitplastikbefüllteneinmachglas.

Versteht mich nicht falsch. Ich bewundere Menschen, die es schaffen ihren Müll derartig zu reduzieren. Und wenn man komplett plastikfrei lebt, ist das toll. Ich finde auch die Bewegung super, die im moment stattfindet. Das merkliche Umdenken in der Gesellschaft.

Aber mir ist ebenso aufgefallen, dass viele, ich mit eingeschlossen, sich teilweise völlig fertig machen, weil sie denken, sie würden den Ansprüchen nicht genügen.
Aber was sind denn die Ansprüche? Ist nicht jeder kleine Schritt ein besonderer? Ein wichtiger? Ein guter? Zählt nicht jedes handeln, jeder Gedanke?

Anstatt kleinigkeiten wertzuschätzen, machen wir uns fertig, weil unsere Essigflasche einen Plastikdeckel hat. Finger hoch wer sich angesprochen fühlt.

Plastik komplett und grundsätzlich zu verteufeln ist auch nicht richtig.
Wie sagte der Regisseur vom Film Plastic Planet noch gleich?

„Mit Plastik sind wir auf den Mond geflogen. Ohne Plastik würden wir heute

hinter dem Mond leben.“

20% weltweiter Kunststoffanteil wären wohl völlig ausreichend um es sinnvoll zu nutzen. Die anderen 80% können meiner Meinung nach weg. Wäre das mit dem „weg“ nur nicht so ein ultimatives Problem.

Wir können die schädlichkeit und gifitgkeit der meisten Kunststoffe nicht schön reden und sollten uns bewusst machen, dass es ein echtes Problem ist. Und auch andere versuchen aufzuklären.

Aber, was ich vermitteln möchte ist, dass wir einfach nur die Art des Umgangs mit der Natur im Einklang zu leben, verlernt haben. Wenn wir also zu Radikal an das Thema rangehen und uns kopfüber in eine Rolle stürzen, die wir über Jahrzehnte verlernt haben, dann stresst das. Und Stress bedeutet Druck. Und Druck erzeugt Gegendruck.

Weder zu viel Yin, noch zu viel Yang ist hier angebracht.

Es geht um eine ganzheitliche Betrachtung der eigenen Lebensweise.
Und darum, sich Stück für Stück wieder an unsere Wurzeln heranzutasten.
Ohne Stress, aber mit ganz viel Lebensfreude und Leichtigkeit.
Dann funktioniert es.

„Niemals in der Welt hört Hass durch Hass auf, Hass hört durch Liebe auf“ -Buddha-

 

Hasse nicht dich, oder deine angeblichen Misserfolge. Liebe das, was du erreichst hast und wertschätze es.

Viele kleine Zahnräder müssen ineinander passen, damit das Karussel sich dreht.

Wenn jeder mit hilft, dann muss kein einzelner sich überfordern.

Deshalb sind die 3 R´s gerade in der Umgewöhnungsphase besonders wichtig. Aber auch generell. Weil man einfach das bestmögliche aus dem herausholen kann was schon da ist.

Reduce

reduzieren = schauen, was man nicht mehr braucht. Es dann verschenken oder verkaufen. Aber bitte nichts aus faulheit einfach wegschmeißen. Im Müll landen, sollten nur Dinge, die wirklich absolut nicht mehr zu gebrauchen sind.
Man sollte sich Zeit nehmen zum aussortieren und sich damit nicht überfordern.

Re-use

wiederverwenden = so oft wie es geht sollte man versuchen bestimmte Sachen wieder zu verwenden. Man muss sich nicht sofort komplett plastikfrei ausstatten, aber zum Beispiel die Papiertüte vom Gemüseeinkauf einige male wieder verwenden.
Letztlich zählt die Bemühuun.

Recycle

wiederverwerten = Man sollte seinen Müll einfach richtig trennen und nicht alles in eine Tonne werfen. Aber was außer recycling noch viel cooler ist, ist es selbst kreativ zu werden. Vielleicht wird aus einem Tetrakarton eine Blumenvase, oder aus einer alten Schallplatte eine Wanddeko.

Machen wir die Welt widewiesieunsgefällt.

 

Eure Misses Hippie

17 Kommentare

  1. daisy84@gmx.at sagt

    Hi. Klasse Artikel, der es voll auf den Punkt bringt. Habe mich letzthin dabei ertappt wie ich mich über meinen Spontanlebensmitteleinkauf und dementsprechend Plastikverpackung aufgeregt habe. Muss dazu sagen, dass es bei uns im ländlichen Bereich keinen Unverpackt Laden gibt und der nächste Laden der einige Sachen lose anbietet 25 km entfernt ist, was Zero Waste somit sehr erschwert.  Habe mich somit nur kurz aufgeregt. Danach habe ich mir in Erinnerung gerufen wie viel Müll ich seit Anfang (unseres Projekts/neuen Lifestyles) 2016 vermieden habe. Und das eben trotz der erschwerten Bedingungen. Danach war ich wieder glücklich und zufrieden mit dem was ich tue bzw wir als Kleinfamilie mit 1,5 jährigen Kind versuchen. Zero Waste. Langsam aber sicher wird’s. 🙂 Danke für deine tollen Blogartikel. Glg Daisy

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    • Ich muss mich wie gesagt auch immer wieder zusammenreißen die Dinge anzunehmen und wertzuschätzen die ich erreicht habe! Danke für deinen ausführlichen Kommentar, ich freue mich immer über Feedback. Einen schönen Abend dir. Liebste Grüße

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  2. Hallo!

    Ich halte es auch unbedingt mit Pareto – 80% erreichen wir mit 20% Aufwand.

    Es ist unglaublich viel sinnvoller, diese 80% dauerhaft hinzubekommen als nach kurzer Zeit 100% wieder aufzugeben, weil es viel zu mühsam ist

    Alles muss alltagstauglich sein, sonst ist es zum Scheitern verurteilt.

    lg
    Maria

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  3. Ein guter Artikel und mit vielem hast du so Recht. Bei mir siegt aber leider viel zu oft die Faulheit. Ich schmeiße Spielzeug weg, weil ich es Leid bin, mich damit zum 10. mal auf den Flohmarkt zu stellen oder die Anzeige bei Kleinanzeigen zum x.ten mal zu aktualisieren (und die Kiste im Keller mich seit Monaten stört!). Ich kippe die Breireste vom Baby in den Hausmüll, weil der Bioeimer noch mit Wasser befüllt im Bad darauf wartet, sauber gemacht zu werden. Ich verbringe viel Zeit mit der Suche nach plastikfreiem Shampoo und kaufe im selben Atemzug wieder den eingeschweißten Tee, weil mir der Gang in den Teeladen zu weit ist… Ja, der Wille zählt. Aber die Faulheit wiegt oft schwerer, das deprimiert! Aber ich versuche, optimistisch zu bleiben.

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    • Das ist genau das was dich bremst schätze ich. Dass du den Fokus auf das negative legst. Ist doch voll super dass du plastikfreies Shampoo kaufst! Du achtest auf viele Dinge die anderen egal sind. Wie viele machen einfach immer so weiter wie bisher. Aber du nicht! Du machst dir bewusst das es auch anders geht und arbeitet in kleinen Schritten daran. Das ist genau das worum es geht ! Also nicht selber bremsen sondern das Gute sehen und weiter machen , wie du schon gesagt hast!
      Und vielleicht Magst du altes Spielzeug ja auch verschenken anstatt wegzuschmeißen :)))))) liebe Grüße und danke für deinen Kommentar!

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  4. Sehr schön hast du das zusammengefasst! 🙂 Mir geht es so oft ganz genau so! Viel zu oft denk ich beim Einkaufen, wenn ich zum Beispiel doch mal eingepackte Gnocchi kaufe wenn ich keine Lust und Zeit habe mich dafür ne Stunde in die Küche zu stellen, dass die Leute um mich herum sich jetzt denken wie inkonsequent ich doch wäre. Und dann schau ich in deren Einkaufswagen voller Plastik und muss bei diesem unsinnigen Gedanken, fast selber über mich lachen. Als ob jemanden interessiert was ich kaufe. Als ob jemandem das überhaupt auffallen würde!
    Und deswegen muss ich mir auch immer wieder selber klar machen, dass eben niemand diese Ansprüche an mich hat! Dass ich mir meine Maßstäbe doch selber setze! Und des es so unsinnig und idiotisch ist sich deswegen Stress zu machen! 🙂
    Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass die etwas unbequemeren Umstiege bei mir mit der Zeit ganz von alleine kommen. Da habe ich dann ganz automatisch viel seltener das Bedürfnis nach Gnocchis zum Beispiel. Und dann ist es doch alles ganz einfach und gar nicht mehr umständlich oder aufwändig 🙂

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    • Da hast du soo Recht. Man setzt sich selber die Maßstäbe und denkt dann es wäre nicht gut genug. Verrückt.
      Vor allem wenn Leute einem so doofe Sprüche Drücken wie“ das ist jetzt aber nicht sehr umweltfreundlich“ denk ich mir „mach es doch besser!“ Aber das denk ich mir inzwischen nur noch. Will mich auf solche Gespräche nicht mehr einlassen. Ich weiß was ich wie mache und das es für mich in Ordnung ist. Wenn ich mich angreifen lasse ist das ein Indiz dass ich selbst nicht gut genug bin in meinen Augen . Aber das ist quatsch.

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      • Ja, zu solchen Gedanken sollten wir uns wirklich nicht mehr hinreißen lassen! 🙂 Ja, ich versuche auch schon mich nicht mehr auf derartige Diskussionen einzulassen – gar nicht so leicht manchmal. Das ist aber einfach viel zu kraftraubend!

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      • Fussel sagt

        „Vor allem wenn Leute einem so doofe Sprüche Drücken wie” das ist jetzt aber nicht sehr umweltfreundlich” denk ich mir “mach es doch besser!” “
        Ganz ehrlich, sowas hab ich noch nie von irgendwem gehört. Um mich herum sind leider vor allem Leute, die schon bei der Erwähnung eines Unverpackt-Ladens schreien „IIIIEEEH! Das ist doch UNHYGIENISCH!!!“
        Und die bei der Bemerkung, daß man ja nicht beim Schälen eines Apfels jedes Mal ein Zellstoff-Küchentuch braucht, daß man dann mit wegwirft, antworten mit „und wie soll ich die Schalen dann in den Mülleimer werfen?“.
        Wenn man da was erreichen kann, dass solche Leute wenigstens ein bißchen umdenken, ist der Welt mehr geholfen als mit der Einsparung des letzten Plastikfitzelchens bei den Aktivisten. Aber da den Stein zu höhlen ist ganz schön schwierig…

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  5. Danke für Deinen Artikel! Radikales Denken und Handeln ist in keinem Kontext gut und sinnvoll, soviel ist sicher. Wenn ich mich mal wieder schlecht fühle beim Blick in den Gelben Sack, gehe ich einfach zu den Nachbarn und schaue dort in den Kühlschrank – danach weiß ich wieder, wie weit ich schon bin 😉

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    • Ja genau das ist einfach immer Mist wenn man sich zu sehr selbst drangsaliert. Wenn die Energie so negativ ist dann funktionieren die Projekte einfach auch nicht. Hauptsache man erkennt es und gesteht sich kleine Lücken ein. Also die 20% quasi. 🙂

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  6. Fussel sagt

    Hm, ich weiß, was Du mit dem Eintrag sagen willst, aber so wie der Anfang formuliert ist (der Abschnitt zum Yin und Yang) klingt es, als wäre alles egal. Und das ist es ja nicht.
    Ohne Aktivitäten von uns wird nix.

    Zustimmen kann ich der 80/20-Philosophie, die Du auch erwähnst. In diesem Sinne meine ich, es ist am besten, wenn man sich seine Kämpfe aussucht, sprich erst mal da ansetzt, wo der höchste Plastikverbrauch anfällt und was sich eventuell mit einem geringen Aufwand erreichen lässt.
    Z.B. wieviel wiegt die Plastiktüte um eine 250g-Packung Tee? 4g? Wenn ich dagegen vermeide, im Supermarkt oder Gemüseladen Obst in Plastikschalen zu kaufen, habe ich pro Kilo Obst ca. 15g Plastik gespart. Da brauch ich mich dann nicht für die Teeverpackung zu kasteien. Oder für die Tüte um’s Klopapier.
    Wenn ich als junge Mutter mit Stoffwindeln wickele und selber wasche bzw. einen Windeldienst nutze, habe ich damit derart viel Müll eingespart, daß es auf das Plastikfenster in der Vepackung der Wattestäbchen nicht wirklich ankommt.
    Laßt uns effektiv sein und uns nicht an Kleinigkeiten aufreiben! Das wäre so mein Motto 🙂

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    • Hallo Fussel! Vielen Dank für deine Kritik! Natürlich will ich keinesfalls damit ausdrücken das es egal wäre Plastik zu kaufen. Das gegenseitige ausgleichen von Yin und Yang ist in Bezuf auf das eigene Handeln eines jeden bezogen. Dass man sich, wie du selbst sagst nicht an „Kleinigkeiten aufreiben“ sollte , sondern viel mehr das schätzt was man bereits erreicht hat. Weil Radikalität einen nicht weiterbringt, sondern die „goldene Mitte“ letztlich das ist was zählt und längerfristig etwas bewirkt.

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  7. Pingback: Selbst gemixte Mascara// Plastikfreie Alternative? //Pro&Contra |

  8. Pingback: Da geht noch was – Sich und andere Leben

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