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Vom Mineralöl zum Löffel. Warum man Plastikgeschirr besser im Laden lässt

Mir wird regelmäßig übel, wenn ich auf diversen Partys das Plastiksortiment sehe, das einen Abspül-Marathon nach der Party verhindern soll.

Irgendwie steht das in keiner Relation, wenn man bedenkt wie lang und aufwändig der Weg ist, vom Öl zum fertigen Einweg-Plastikprodukt. Wie viele Transportmittel benutzt werden müssen. Wie viele Schadstoffe dabei ins Meer gehen und in die Luft. Wie viel Energie verschwendet wird, nur weil man zu faul ist abzuspülen.

Aber hey, was kostet die Welt!?

Wenn ich darüber nachdenke dass ich selbst in der Vergangenheit bei Einweggeschirr zugegriffen habe wird mir gleich doppelt schlecht.
Nun ja, ich habe aus meinem Fehler gelernt. Und hoffe andere tun das auch.

Hier die Geschichte eines kleinen Plastiklöffels aus einer Kampagne von Greenpeace. Von mir zusammengefasst.


Es war einmal ein Mensch,

der baute riesige Fördertürme und platzierte sie in entlegenen Gegenden, weit draussen im Meer. Diese Türme pumpen den lieben langen Tag eine schwarze flüssige Substanz aus den tiefsten tiefen unserer Erde heraus. Diese Substanz nennt man Öl, oder auch schwarzes Gold.

Gigantische Schiffe transportieren dieses Öl um die halbe Welt und lassen es in Raffinerien aufspalten. Das Öl reist weiter um in der nächsten Fabrik mit anderen Komponenten zusammen zu Plastikgranulat zu werden.

Anschließend in großen Containern verpackt, geht es wieder um die halbe Welt um in einer anderen Fabrik abermals behandelt zu werden. Das Granulat wird geschmolzen und in eine Form gegossen.

Die Form eines Löffels ..

Der Löffel kommt, sobald er aus der abgekühlten Form gefallen ist, in eine Transportsichere Verpackung ,ebenfalls aus Plastik, und wird zusammen mit ganz vielen anderen Löffeln in großen Kartons verpackt.

Ab auf die Palette und mit dem Gabelstapler wieder in einen riesigen Container gestellt, machen sich die Löffel wieder auf die Reise.

Ein Lastwagen bringt den Container wieder zu einem Hafen, wo der Container wieder auf ein Schiff geladen und verschifft wird.

Am anderen Ende der Welt angekommen, wartet bereits ein Lastwagen und fährt den Container mit den Löffeln zu einem Händler.

Der Händler packt die Löffel in seinem Geschäft aus, wo sie dann im Regal liegen. 1 Monat, oder 2 Monate, um von DIR gekauft zu werden.

Du bezahlst nicht viel für deine Packung Löffel. Vielleicht 50cent oder einen Euro.

Du fährst nach Hause. Packst deinen Einkauf aus und hälst deinen Löffel in der Hand, den du nach einmaligen Gebrauch in den Mülleimer wirfst.


Hier das Original Video zu der Kampagne von Greenpeace.

Eure Misses Hippie

5 Kommentare

    • Ich kann es nur immer wieder sagen. Graz ist toll und uns Meilenweit vorraus scheinbar! War gestern auf einem Geburtstag, dort gab es Pappteller und Holzbesteck. Das war ein kleiner Fortschritt, obwohl ich die Variante zum natürlich spülen befürworte.

      Lieben Gruß zurück.

      Gefällt 1 Person

  1. Regina sagt

    Wenn ich auf diversen Blogs so lese denke ich oft ich lebe in einem anderen Land. Vieles kenne ich von hier mitten in Deutschland auf dem Land überhaupt nicht. So ist es hier in der Gastronomie absolut nicht üblich das man einen Strohhalm ins Getränk bekommt. Es gibt welche aber die muss man dazu Bestellen! Seit etlichen Jahren kann die Gastronomie und auch Vereine für Veranstaltungen Mehrweg Plastikbecher bei der Brauerei leihen die dort auch wieder gereinigt werden. Genauso gibt es Gläser mit Spülmaschine zu leihen und auch zu leihen gibt es ein Geschirrmobil. Das ist ein kleiner Anhänger in dem eine Gastrospülmaschine und eine gewisse Menge Geschirr und Besteck ist. Weiteres kann man in Kisten dazu kriegen die extra transportiert werden müssen. Anhänger aufstellen, öffnen, einen Stecker in die Steckdose, einen Schlauch an den Wasserhahn und einem zum Gulli legen und schon kann man ruckzuck große Mengen schnell Spülen. Ich kenne die Feste in unserer Kleinstadt nur unter Nutzung dieser Dinge. Die Vereine die ausrichten teilen alles und stellen abwechselt Leute zum Spülen ab. Das kommt alle Billiger wie der Kauf des Einwegzeugs und die Entsorgung der Müllcontainer. Den oft ist das leihen auch noch Gratis. Und die Stadt hat in den Bereichen in denen Feste stattfinden Säulen aufgestellt in denen Strom und Wasseranschluß ist damit man die Spülmaschinen Problemlos auf der Straße und Wiese nutzen kann. Warum geht das nicht überall?

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