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Das kommt mir nicht in die Tüte.

Heute komme ich der Bitte eines Bloglesers nach, der mich darum bat mal einen Beitrag über „Bewussten Fleischkonsum“ zu schreiben.
Ich habe mir also ein paar Gedanken gemacht. Über Fleischkonsum, generellen Konsum und was Plastik damit zu tun hat.

DU BIST WAS DU ISST

Es beginnt mit der Entscheidung keine Tiere mehr essen zu wollen.
Meist, weil diese einem unendlich Leid tun. Wenn man die miesen Bedingungen der Massentierhaltung bedenkt auch absolut gerechtfertigt. Es ist die reinste Tierquälerei.
Folglich leben viele Menschen Vegetarisch oder Vegan, weil sie es einfach nicht mehr ertragen können, mit ihrem Geld die Massentierhaltung zu unterstützen und sich erst recht nicht vorstellen können, ein totes Tier auf dem Teller liegen zu haben.

Die Veganer gehen sogar noch ein Stück weiter und konsumieren überhaupt keine tierischen Produkte. Wo die Vegetarier gerne noch Käse, Joghurt und Milch essen, kommt es für eine Veganer überhaupt nicht in Frage solche Produkte zu kaufen. Auch Honig ist ein No-Go und auch Leder würde ein Veganer niemals kaufen.

Der Fleischesser hingegen liebt Fleisch und in der Regel landet es dementsprechend häufig auf dem Teller. Was viele Fleischesser sich leider ankreiden müssen, ist der immense Konsum. Und auch wird sehr sehr häufig überhaupt nicht darauf geachtet, wo das Fleisch her kommt. Auch wenn das Fleisch an der Bedienungstheke in einem Edeka oder Rewe attraktiv und hochwertig wirkt, ist es dennoch ein Stück Fleisch aus der Massentierhaltung. Und auch das Super teure Stück Argentinisches Rindfleisch, bedeutet nicht, dass das Rind ein glückliches Leben hatte.

Ganz im Gegenteil.

Vegetarier und Veganer sind da meist schon etwas feinfühliger für ihre Umwelt. Achten oft darauf Bioprodukte zu kaufen und informieren sich stark woher ihre Lebensmittel, Kleidung und Kosmetik stammt. Sie interessieren sich für nachhaltigkeit und Regionale Produkte. Das ist oft so, aber natürlich nicht immer.

Den perfekten Menschen gibt es nicht

Man sollte die Fleischesser nicht grundsätzlich verurteilen.
Ich kenne wirklich inzwischen viele Menschen, die gerne Fleisch essen, dies aber viel bewusster tun, und sogar Vegetarische Wochen, oder Tage einlegen, wo es gar kein Fleisch gibt. Und auch beim Fleischkauf wird auf Bioqualität geachtet.

Außerdem muss man wirklich sagen, kommt es immer darauf an, aus welchem Blickwinkel man die Dinge betrachtet.
Seitdem ich feinfühliger geworden bin, was den Plastikkonsum betrifft, sehe ich überall nur noch Plastiktüten. Und seitdem denke ich immer öfter darüber nach, was auch die Vegetarier und Veganer dem Planeten antun, indem sie ihre Lebensmittel in Plastikverpackungen kaufen. Eben auch die Sojaprodukte, die es fast ausschließlich in Plastikverpackungen gibt.

Wenn ich jetzt also hingehe und kein Fleisch mehr kaufe, stattdessen aber Massen an Soja – und Tofuprodukten, dann ist das für die Tiere gut, nicht aber für den Planeten.
Das habe ich bis vor ein paar Monaten aber natürlich auch nicht gesehen. Ich habe ebenfalls in Plastik verpacktes gekauft und zwar nicht zu wenig und ich habe auch jetzt noch Lederschuhe  und Klamotten aus nicht nachvollziehbarer Herkunft im Schrank.

Die Masse machts

Dass Massenhaft Soja angebaut wird, verdankt man allerdings nicht den Vegetariern und den Veganern, sondern leider wieder den Fleischessern. Der übertriebene Fleischkonsum, verlangt eine ebenso übertriebene und unverhältnismäßige anbauung von Futtermitteln für die Tiere aus der Massentierhaltung. D.h in jedem Stück Fleisch steckt ein Stück Soja und auch ein Stück Regenwald. Denn in Brasilien wird Regenwald abgeholzt, um Soja anzubauen.
Viele wissen gar nicht, welche Schritte im Vorfeld passiert sind, bevor das Stück Fleisch für 1,59€ in der Theke bei Lidl liegt.

Aber da wären wir ja wieder beim Thema „It´s never too late to Change“
Man kann sich heute aufrütteln und ein bisschen was besser machen als gestern.

Tipps:

  • Weniger isst mehr – 1x die Woche Fleisch/Soja/Tofu zu essen reicht vollkommen
  • Achtet auf Herkunftsländer. Lieber Regional kaufen.
  • Auf Biosiegel achten  biosiegel

Würde jeder ein bisschen mehr auf seinen Konsum achten, hätten wir eine bessere, schönere und gesündere Welt.
Das gilt für alle, egal ob Veggie, Veganer oder Fleischesser.

„Darfs ein bisschen weniger sein?“
„Ja, gern.“

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Eure Misses Hippie

PS:

12 Kommentare

  1. Hallo!

    Wir essen immer weniger Fleisch und wenn dann sehr bewusst gewählt. Meine Tochter ist schon lange Vegetarierin und dementsprechend koche ich auch schon sehr lange vegetarisch, was in meinen Augen etwas ganz anderes ist als einfach Fleisch wegzulassen.

    Erst heute habe ich in einem Video gesehen, dass durch die Massentierhaltung und die nicht artgerechte Fütterung sich die Zusammensetzung von Fleisch total verändert hat und dass das gar nicht gesund ist für die Menschen!

    lg
    Maria

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    • Ja, die Qualität lässt auf jeden Fall bei den meisten Fleischsorten zu wünschen übrig. Vieles ist ja auch einfach nur noch gepunshtes Zeug. Mit Wasser aufgefüllter Schinken und künstlich hergestellte Salami. In einer Kalbsleberwurst ist über die hälfte Schweinefleisch und nur 1/3 Kalb.Das muss doch nicht sein. … Aber irgendwie muss der günstige Preis ja zustande kommen, das ist der Verbraucher im Endeffek selber Schuld. Immer mehr, immer billiger. Traurig aber wahr. Liebe Grüße 🙂

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      • Hallo Misses Hippie!

        Da sprichst Du etwas sehr Wichtiges an – der Konsument bestimmt schon selber mit, was er bekommt! Wenn also nur billig gekauft wird, dann bekommt man auch billig.

        Zum Glück kann man schon noch Alternativen bekommen.

        lg
        Maria

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      • Hi Maria.
        Man kann aber schon merken ,dass immer mehr Menschen sich besser informieren und auf nachhaltigkeit, Bio, Tierhaltung etc. achten. Das wird schon! Ich bin da immer sehr Optimistisch 🙂 Lg

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  2. Ich bin eigentlich kein Vegetarier, aber ich esse kaum noch Fleisch, vielleicht alle 6 Wochen mal und auch dann nur wenn ich weiß wo es her kommt. Wenn man die Bilder von den Massentierhaltungen, den Antiobiotikafütterungen und das Leid der Tiere sieht, dann vergeht es einem 😦

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    • Hallo 4abw!
      Das reicht ja auch schon vollkommen. Ist doch toll, dass du bewusst konsumierst- Denn das Bewusstsein machts. Damals gab es auch nur 1x die Woche Fleisch und da war es etwas ganz besonderes und man hatte eine Wertschätzung dafür. Heute ist alles selbstverständlich! Schokolade, Fleisch, Kaffe, alles im Überfluss. Aber niemand (kaum jemand) hinterfragt mehr woher das alles kommt. Es ist einfach da.Liebe Grüße.

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  3. Du hast so recht mit dem, was du geschrieben hast! Würden nur mehr Menschen so denken. Wenn sich alle ein bisschen mehr Gedanken machen würden, dann wäre uns schon geholfen. Ich weiß auch nicht, ob eins die perfekte Lösung ist, Fleisch, Vegetarier oder Veganer. Ich denke ein gesunder Mittelweg ist auch nicht schlecht. (Auch wenn ich selbst kein Fleisch mehr esse.) Aber dann eben mit Produkten, bei denen man weiß, woher sie kommen!
    Wenn das alles so einfach wäre… 😀 Dann würden bestimmt auch mehr Menschen „mitmachen“
    Liebe Grüße!

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    • Ich glaube der Gedanke daran, etwas zu verändern, ist für viele schon Schwierig. Dabei ist es das gar nicht! Aber es ist eben auch ein Prozess, wenn man sich selbst dazu entscheidet. Dann muss man sich seinen neuen Lebensstil komplett selbst aneignen und das dauert natürlich, wenn man überhaupt kein Wissen hat, wie man sich besser ernähren kann, oder Umweltfreundlicher Leben kann. Meistens hilft es, wenn man dabei „begleitet“ wird, also wenn jemand es einfach vormacht und einem zeigt wie es geht und vor allem DAS es geht. Ich kann mir auch nicht mehr vorstellen Fleisch zu essen. 1. möchte ich es nicht aus moralisch/ethischen Gründen und 2. schmeckt es mir auch nicht, ich ekel mich davor. Aber trotzdem sage ich immer wieder, dass es nicht die Lösung sein muss komplett auf Fleisch zu verzichten, genauso wie es reichen würde, wenn jeder seinen Plastikkonsum ein wenig einschränken würde. Man muss ja nicht immer alles total radikal machen. Wünsch dir nen super sonnigen Tag liebes grünes Einhorn 🙂 🙂

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  4. Ich denke, mein Mann und ich haben den für uns goldenen Mittelweg gefunden.
    Er isst Fleisch, aber viel weniger als früher, ich dagegen bin Vegetarierin aus Überzeugung. Ich habe das große Glück, dass er sehr großen Wert auf viel Gemüse legt und dann oft sagt, Fleisch muss nicht unbedingt, Hauptsache ganz viel Gemüse.
    Und das vereinfacht das Kochen für mich schon echt sehr.

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