Alle Blogeinträge, Dinge, die die Welt nicht braucht
Kommentare 16

Krepp Suzette? – Nein Danke.

„Oh, supercalifragilisticexplialigetisch
dieses Wort klingt durch und durch furchtbar, weil synthetisch,
wer es laut genug aufsagt, scheint klug und fast prophetisch,
supercalifragilisticexplialigetisch.“


>>Dinge, die die Welt nicht braucht<<


Es gibt Dinge, die sind -gefühlt- schon immer da und man hat sich inzwischen schon so sehr daran gewöhnt und sie als selbstverständlich hingenommen, dass man schon gar nicht mehr bemerkt, wie sinnlos ihr dasein eigentlich ist.

Daher widme ich meine Aufmerksamkeit heute einem „Ding“, dessen daseinsberechtigung ich sehr in Frage stelle.

Küchenkrepp/Küchenpapier/Küchenrolle..


alles andere als supercalifragilisticexplialigetisch,  aber dafür synthetisch.


..wie auch immer man es nennen mag,

wieso gibt es das?!

Denn wenn man mal ehrlich ist, kauft man Müll, der in Müll verpackt ist…

Aber rollen wir das Thema mal von vorne auf.

Wir sitzen vor dem Fernseher und gucken einen Film.
Dann.. WERBUNG!

„Och nööö, werbung nervt voll“
denken wir, während sich der Spot schon in unser Gehirn einbrennt.

Da ist diese Frau, die blöderweise ihren kompletten Kaffee verschüttet hat, auf die Ablage in der Küche und der Boden hat auch was abbekommen.
Oh oh! Jetzt muss es schnell gehen, bevor alles in die Rillen fliesst.
Aber keine Panik, das Küchenkrepp ist schon zur Hand und es saugt wie ein Wunder, alles sofort auf, Wow!
Drei Lagen, oder vier, oder waren es fünf? Egal, die Sauerei ist im nu‘ verschwunden.

Wahnsinn!

Was wären wir nur ohne Küchenpapier?
Unsere Wohnungen/Autos/Häuser/ja sogar unsere Kinder, wären von oben bis unten mit Dreck beschmiert und der würde niemals mehr abgehen.


Oder?

Wieso wir das Küchenpapier besser im Regal stehen lassen sollten:

  1. Küchenpapier ist in Plastik verpackt.
  2. Die Plastikverpackung landet zu Hause schonmal im Mülleimer. Und der Inhalt, nämlich die Tücher, landen auch sofort im Müll nachdem man etwas damit aufgewischt hat, was man auch mit einem Putzlappen hätte aufwischen können. Man bringt sich sozusagen aus dem Supermarkt Müll mit, der zu Hause wieder samt Verpackung im Müll landet. Hä!?
  3. Küchenpapier wird aus Holzfasern hergestellt, oft leider aus nicht sehr vertrauenswürdigen Quellen. Beispielsweise Brasilianischem Holz, das nicht nachhaltig angebaut wurde.
  4. Das Papier, aus dem das Küchenkrepp hergestellt wird, ist gebleicht, oft mit Chlor, was der Umwelt sehr schadet.

Beim Kauf von notwendigem Papier, wie beispielsweise Toilettenpapier, oder Schreibpapier, sollte man immer darauf achten, ob es recycelt wurde.

Nochmal zur Erinnerung:

– Recyceltes Papier wird aus bereits benutztem Papier (Altpapier) hergestellt und spart somit unmengen an Wasser und Energie.
– Weißes, gebleichtes Papier, wird aus neuem Holz, oft aus Regenwäldern stammend, hergestellt und verbraucht daher unmengen an Wasser und Energie.

Man kann sich ebenfalls an den Umweltsiegeln orientieren.
(Der Blaue Engel,  FSC, Aqua pro Natura..)
Umweltpapier hat zudem eine andere Farbe, es ist nicht strahlend weiß, wie die bösen gebleichten Papiersorten, sondern meist leicht grau.


Ich habe mal ein wenig recherchiert und die häufigsten Verwendungspunkte von Küchenkrepp sind:

  • Kuchenform einfetten  – Geht alternativ auch mit einem Handtuch, oder Toilettenpapier.
  • Salat nach dem waschen abtupfen – Fällt mir spontan
    >abtropfen lassen< zu ein.
  • Pfanne nach dem Braten auswischen – Alternativ: Putzlappen
  • Fenster putzen – Putzlappen !?
  • Saft wegwischen – Putzlappen!!!!!

Alternative

Mir gefallen die Bäume im Wald viel besser und wenn man es vermeiden kann, und das kann man bei Küchenpapier sehr wohl, dann sollte man lieber die Variante aus Stoff wählen; weil langlebiger und nachhaltiger.


In 3 Jahren habe ich vielleicht insgesamt 2 Pakete Küchenpapier in der Wohnung gehabt. Ich fand das auch vor meinem Plastikboykott schon sinnlos und brauche es im Grunde nicht. Wieso ich es trotzdem auf zwei Pakete gebracht habe? Keine Ahnung.
Vielleicht wegen der Frau in der Werbung….

Ich finde: Küchenpapier ist die schlechteste Erfindung der Welt,.. nach Plastik.

Eure Misses Hippie

16 Kommentare

  1. Hallo!

    Ich verwende einen Naturhaarpinsel mit Holzgriff zum Einfetten, wenn ich mir die Finger nicht schmutzig machen will.

    Mein Salat landet nach dem Waschen in einem Edelstahlsieb und tropt vor sich alleine hin.

    Ich habe darüber auch schon mal geschrieben, falls Du Lust hast nachzulesen https://widerstandistzweckmaessig.wordpress.com/2014/01/17/mull-reduzieren-im-haushalt/

    Bin ganz Deiner Meinung, es macht echt keinen Sinn etwas zu kaufen, das nur für den Müll bestimmt ist!

    lg
    Maria

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    • Das mit dem Pinsel mache ich auch. Nur ist meiner schon echt alt und leider aus Holz mit Synthetikborsten. Aber solange der noch funktionell ist, entsorge ich den auch nicht.

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  2. mmegraceo sagt

    Ich muss gestehen ich verwende Küchenpapier. Wie alle Papiere bei uns im Haus ist es aus recyceltem Altpapier.
    Allerdings wenn ich darüber nachdenke wozu ich es verwende hast du Recht. Entweder ist es Ersatz für Taschentücher oder Putzlappen. Man muss nicht beides haben.

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  3. Ich hab hier auch kein Küchenpapier. Gerade um Kuchenbleche oder -formen einzufetten braucht man doch kein Papier. Diese Pinsel sind doch viel praktischer. Wir haben zwar einen aus Silikon, aber immerhin hält der länger als jedes Küchenpapier.

    Liebe Grüße

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    • Würde doch nur jeder so denken !! …. In einem Jahr verbraucht allein jeder Deutsche Durchschnittlich um die 250Kg Papier und davon ist ein Großteil Küchenpapier. 😦 Die armen Bäume.

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  4. eimsekwiehn sagt

    Lieben Dank für den Gedankenanreiz! Ich stelle während meines Umzugs nun so alles nacheinander auf plastikfrei um – an die Küchentücher hatte ich bisher nie gedacht, muss dir bei dem „Unsinn“ aber doch vollkommen recht geben.

    dennoch habe ich eine Frage, vielleicht kannst du mir helfen bei der Beantwortung. Ich habe zwei Hunde, davon eine Seniorin, die gerne irgendwelche Magendarmkrankheiten mitbringt und ich manchmal einfach nicht schnell genug bin. Was für Alternativen zum ersten Aufsammeln/Entfernen (je nach Stückchen kann ich es halt nicht direkt auf/wegputzen) gibt es? Derzeit denke ich, dass ich eine Notfallpackung aufgrund der Hunde in der Wohnung haben sollte.

    für meine kleckereien in der Küche oder wenn ich mal ein glas im wohnzimmer verschütte (n werde), benutze ich den putzlappen oder putze dann halt mal eben den boden sauber.

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    • Huhu. Es gibt von „Danke“ inzwischen auch recycelte Papiertücher. Da sind 4 Rollen drin, und wenn du sie dann wirklich nur für den Notfall nutzt wie du sagst, ist es doch vollkommen vertretbar. Ansonsten würde mir noch einfallen einen kleinen Eimer mit einem Lappen/Schwämmchen bereit zu stellen und dann regelmäßig zu leeren. Dazu könnte man auch Regenwasser aus der Regentonne nutzen und anschließend in die Pflanzen kippen, gibt sicher nen guten Dünger 😛 Aber wie gesagt, es ist auch durchaus vertretbar wenn man den nachhaltigen Gedanken im Hinterkopf hat und vernünftig mit unseren Ressourcen umgeht.. Ich finde es halt nur die reinste verschwendung, wenn man diese Papiertücher einfach für ALLES benutzt und dabei völlig vergisst, woher das Papier kommt und vor allem dass es auch noch „normale“ Wischlappen gibt. Wir benutzen hier sowas wie gesagt gar nicht. Es gibt immer das Toilettenpapier von Danke und das ist zusätzlich noch unser Taschentuchersatz. Viele Grüße 🙂

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  5. Meine Oma hat zum Einfetten immer die leere Butterverpackung genommen. Ist natürlich doof, wenn man die wegrationiert hat 😛 aaaber für die, die noch Butter kaufen und nicht selber machen und gerade beim Backen den Rest verbraucht haben, wäre es eine Möglichkeit 🙂

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  6. Ich muss gestehen, auch ich verwende diese Papiertücherrollen. Und ich dachte ja auch bisher, dass das für die Umwelt nicht so schlimm ist, weil Zellstoff. Ich gebe die auch mit in meinen Kompost und die zerfallen ja auch ziemlich schnell.
    Aber du hast recht mit dem Müll kaufen und Tücher nach einmaligem Gebrauch wegschmeißen. Es geht eindeutig besser. Da wäre bei uns dann ein ganzer Eimer Restmüll weniger, wenn wir die nicht mehr verwenden. Das war mir bisher aber nicht so klar.
    Deshalb vielen Dank für diesen Denkanstoß.

    Gefällt 1 Person

    • Sehr Gerne! Freut mich dass du deine Meinung ändern konntest. Bei Maria von Widerstandistzweckmässig kannst du darüber auch etwas lesen, sie hat sich auch selbst Tücher genäht und verwendet diese jetzt 🙂 Ich benutze hingegen einfach gar nichts dergleichen. Aber ich habe auch noch keine Kinder 😉

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      • Kinder habe ich schon, aber die sind erwachsen und schon lange aus dem Haus.

        Mir fällt ein, wo ich diese Papiertücher austauschen könnte. Mein Göga nimmt die immer, für seine Porzellantasse, die er mit zur Arbeit nimmt. Da zerknüllt er ein Tuch und steckt das in die Tasse, damit seine Tasche sauber bleibt (wir sind ja saubere Ferkel 😉 ).

        Stattdessen könnte er aber auch ein Stofftaschentuch oder ein anderes Tuch aus Baumwolle (was ich z.B. aus einem alten Hemd schneidern könnte) nehmen. Davon haben wir mittlerweile eine ganze Schublade voll und die kann ich mit durchwaschen.

        Es geht also schon, nur ist es oft mit Mehrarbeit und ein wenig Nachdenken verbunden. Und der Mensch ist ja bekanntlich ein ganz faules Tier 😉 und mag es lieber bequem.

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      • Aber wenn du ihm das dann fertig dahin legst, bzw in die Tasse stopfst, kann er ja kaum meckern. Ihm ist es ja vermutlich Wurscht womit er seine Tasse sauber hält. Vielleicht wäre noch ein kleiner Beutel schön dazu, worin die gebrauchten Tücher dann gesammelt werden können.

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