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Mein Brotbeutel ist Fuchsteufelswild

Natürlich spielt in meinem Leben nicht nur die Plastikvermeidung eine Rolle. Auch so, versuche ich, wann immer es geht, Müll zu vermeiden.
Wenn ich zum Bäcker gehe und mein Brot in die Papiertüten packen lasse, habe ich jedesmal ein schlechtes gewissen. Die Tüten sind nicht recycelt und auch wenn ich sie nicht sofort entsorge, sondern versuche in irgendeiner Form wieder zu verwenden, landen sie doch früher oder später im Müll. Und das ist bei unserem hohen Brotverbrauch nicht ganz unbeachtlich. Deshalb ließ es mein Herz höher schlagen, als ich beim stöbern im Internet auf diese tolle Idee gestoßen bin.

Ein DIY (Do it yourself) Brotbeutel

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Ich habe ihn auch bereits getestet und die Damen hinter der Bäckertheke waren sichtlich angetan und fanden die Idee Super.

Hier habe ich eine Schritt für Schritt Anleitung für Euch.
Ihr benötigt:

  • Stoff oder ein Küchenhandtuch (Wenn ihr keinen Stoff da habt, oder keinen kaufen möchtet, nehmt einfach ein Küchenhandtuch. Die Maße sind die gleichen und Küchenhandtücher hat jeder im Haus)
  • eine Stoffschere
  • Stecknadeln&Garn
  • Nähmaschine oder Fingergeschick und Geduld

Zuerst müsst ihr den Stoff ausmessen. Ich habe 45 cm Breite und 55 cm Höhe genommen. (Eben die Maße eines Küchenhandtuchs).
Mit Stoffkreide oder Kulli könnt ihr die Maße auch einzeichnen.IMG_5658 IMG_5657


Am besten bügelt man den Stoff, um ihn gleichmäßiger übereinander legen zu können. Dann schneidet man ihn zu und legt die schöne Seite nach innen, sodass die blöde Seite -logischerweise- außen ist. Das machen wir, weil dieser Beutel hinterher den schönen Stoff von innen und außen haben soll.
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Wenn man alles schön abgesteckt hat. Kann man mit einem normalen Stich einmal komplett rumnähen. Nicht vergessen den Stoff an einer Stelle offen zu lassen, um ihn dann nach außen stülpen zu können.
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Wenn man das gemacht hat, legt man den Stoff einmal in der Mitte zusammen, und näht das ganze dann noch einmal komplett rum, nur lässt man diesmal oben die Öffnung natürlich komplett offen, damit das Brot nachher genug Platz hat. Die Brotöffnung quasi.
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Um zum Schluss ein Band durch den Beutel ziehen zu können, braucht man Löcher, damit diese nicht aufriffeln, habe ich einmal entlang des Beutelrands so kleine rechteckige nähte vernäht. Nicht schön, aber selten. Und auch ein wenig kniffelig. Vielleicht kann man auch einfach das Band direkt mit in den Stoff vernähen. Aber vorerst habe ich mich für diese Variante entschieden. Wenn das Band dann durchgezogen wurde, fällt es aber auch nicht mehr auf.
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Und so sieht der Beutel dann aus wenn er fertig ist. Er ist auf jeden Fall ein Hingucker und eine Umweltfreundliche Variante für den Brot und Brötchen Einkauf.IMG_5678  IMG_5676

Ich hoffe die Anleitung ist hilfreich und findet viele nachmacher.IMG_5679

Eure Misses Hippie

23 Kommentare

  1. Das ist einecht super die Idee, so ein Brotbeutel muss ich bei Zeiten auch mal nähen. Schade, dass die Bäckereien mittlerweile keine reinen Papiertüten benutzen, sondern das Brot in Plastik wickeln, das finde ich auch total ärgerlich und unnötig.

    Liebe Grüße

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    • Hi. Das freut mich 🙂
      Mit den Papiertüten muss man auf jeden Fall immer explizit betonen, sonst wird das Brot immer in Plastiktüten gepackt. Aber ich habe immer gesagt, dass ich es gerne ungeschnitten in eine Papiertüte gepackt haben möchte. Allerdings verursacht das ja wie gesagt auch jede Menge Müll. Vorhin war ich wieder mit meinem Beutel beim Bäcker und die Verkäuferin war regelrecht begeistert und hat mich für mein Umweltinteresse gelobt und fand den Beutel ganz toll. Das lässt mein Herzchen dann erst Recht aufgehen. Viele Grüße und Viel Spaß beim Nähen 🙂

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  4. Sehr coole Idee 🙂 Muss ich mir auch unbedingt nähen 🙂
    Ich lasse mir das Brot im Moment auch noch in Papiertüten geben und meist wird dann nochmal nachgefragt „In eine PAPIERtüte???“ 😀
    Das ist natürlich die bessere Möglichkeit. Aber ich hätte da nochmal eine Frage. Ich friere mein Brot immer ein, weil ich alleine nicht viel pro Tag brauche, bzw. manchmal gar kein Brot am Tag esse und es so einfach besser frisch bleibt. Geht das auch im Stoffbeutel? Also hast du das mal selbst ausprobiert? 😉
    Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass das gut ankommt. Ich hoffe ich mal die gleiche Erfahrung 🙂
    Liebe Grüße 🙂

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    • Also wir frieren unser Brot nie ein, weil wir zu zweit sind und sehr viel Brot essen und eher manchmal mit dem nachkaufen nicht hinterherkommen. Aber ich habe schon mal ein Brot eingefroren und das dann einfach ohne Verpackung in die Tiefkühlung gepackt, da gab es auch glaub ich keine Probleme. Aber kann dir nicht so genau sagen, wie die Konsistenz nach dem auftauen war, da es schon eine Weile her ist und ich nicht so der einfrierer bin. Allerdings bin ich ein Fan von getoastetem Brot und wenn mir die Scheiben dann zu weich sind, toaste ich sie immer.

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  7. Miss Baileyvally sagt

    Find ich total klasse! Mir geht’s nämlich genauso-jedes mal denke ich…. Und schon wieder Plastik! Vielleicht solltest du „in Serie“ gehen. Ich find deinen Brotbeutel Top!

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  9. Diana sagt

    Das mit dem Brot/Brötchen-beutel find ich super! Ganz schlimm beim Bäcker finde ich noch die Plastikdinger, mit denen die Tüte zugemacht wird – es ist so schade, dass sich so wenige Leute bei so einfachen Sachen so wenig Gedanken machen…Bei Tchibo gabs vor ein paar Jahren Brot/Brötchenbeutel zu kaufen, weiß mit Schnörkelschrift; da ich nicht nähen kann, hab ich einfach einen normalen Stoffbeutel genommen…

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    • Hi Diana! Also die Sache mit den Brotbeuteln ist wirklich eins der einfachsten Dinge die man umsetzen kann. Ich werde tatsächlich jedes mal tierisch abgefeiert dafür 🙂

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