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mein Leben zu verändern

Wie ich zum Yoga gekommen bin, was es mir gebracht hat, wie es meinen Lebensstil und meine Lebenseinstellung geprägt hat, und was ich davon gern mit Euch teilen möchte.


Dieser Beitrag wurde jetzt auf meinem zweit-Blog  veröffentlich.
Auf the.slowly.living findest du Beiträge zu den Themen
Yoga.Glück.Meditation.Achtsamkeit.Langsamerleben.


 

Wie Yoga mir geholfen hat,


mein Leben zu verändern

 

Angefangen hat eigentlich alles mit Pilates. Ich suchte nach einer Sportart, die nicht so aufregend ist. Weil mein Beruf oft sehr sehr stressig für mich war (wieso war und nicht ist, dazu komme ich später) und ich etwas brauchte um runter zu kommen. Daher besuchte ich im Fitnessstudio um die Ecke, einen Pilateskurs.Ungefähr 1 Jahr lang. Dann hörte die Pilateslehrerin auf, und ich auch.

Der Stress auf der Arbeit ließ nicht nach, und vom Kopf her konnte ich auch nicht so richtig abschalten. Meine Mutter erzählte mir dann von einer Bekannten die Yogakurse in der Nähe anbot. Von dieser Bekannten, habe ich dann eine Karte bekommen, die erstmal in der Tasche verschwand, und es sind nochmal ein paar Wochen verstrichen, in denen gar nix passierte.

Dann bin ich doch mal zu einem Probeabend gegangen. Der Kurs fand im Mini kleinen Kreis statt. Maximal 3 Personen pro Abend für 12 Euro á 1,5 Std. Den Preis fand ich fair, aber das Probetraining war sowieso umsonst.
Es blieb erstmal bei dem einen Probetraining.


 

Was ist Yoga überhaupt?

Viele Menschen verbinden mit dem Wort >Yoga< entweder Gesundheit und Fitness, oder anmutig wirkende Körperstellungen und Entspannung. Beides entspricht komplett der Wahrheit. Aber Yoga ist noch viel mehr. Es ist für mich zu einer Lebenseinstellung geworden.
Der Geist spielt dabei eine sehr große Rolle.


 

Wieder verging einiges an Zeit und das Thema YOGA ließ mich irgendwie nicht so richtig los.
Ich wollte mich mit dem Thema noch einmal auseinander setzen und dann wurde  Youtube für mich interessant.
Dort habe ich den Channel Happyandfityoga abonniert (Diesen Kanal kann ich nur empfehlen) und regelmäßig zu Hause Yogaübungen praktiziert. Das ganze ist umsonst und man muss nicht vor die Tür. Super!!
Das hat mich richtig Fit gemacht und ich habe schnell bemerkt wie gut es mir tut.


 

Wer kann Yoga praktizieren?

Yoga ist für jeden geeignet. Jung, alt, schwach, fit, rücken, kein rücken, kinder.
Wenn man sich unsicher ist, kann man natürlich vorher mit seinem Arzt, oder Physiotherapeuten sprechen, ob diese „Sportart“ für einen geeignet ist. Aber Yoga umfasst so viele verschiedene Aspekte, dass nahezu für jeden etwas dabei ist. Und für mich ist es wirklich kein Sport, sondern einfach wirklich eine Lebenseinstellung.


Der Stress auf der Arbeit ließ wie immer nicht nach, ich hatte mehr Bedarf an Sport. Ich meldete mich zusätzlich im Fitnessstudio an. Wollte Stress abbauen. Also bin ich 2 mal in der Woche nach der Arbeit ins Fitnessstudio gerannt und an ein paar anderen Tagen habe ich zu Hause Yoga praktiziert. Quasi als pendant zum Stressigen Studiosport, wo es immer laut ist, nach Schweiß stinkt und die Kurse einen richtig auspowern.

Irgendwann war mir dann wieder alles zu viel. Ich wurde wieder fauler. Bemerkte, dass es nicht das richtige ist vom Stressjob ins Stressstudio zu jagen. Ich ging nicht mehr ins Fitnessstudio, obwohl ich gut abgenommen hatte und mich fit fühlte. Aber mein Kopf war zermatert.

Ich hatte Stressbedingt oft körperliche Probleme, wie Rückenschmerzen, Verspannungen, sogar psychisch ging es mir schlecht, ich hatte Angstzustände und Magenschmerzen.

Naaaa, kommt dir das bekannt vor ?!

Das konnte so nicht weiter gehen. Ich probierte es mit Autogenem Training. Was zu diesem Zeitpunkt auch manchmal half, aber es war nicht das richtige für mich, wenn ich Abends mit Herzrasen im Bett lag, mich auch noch auf mein Herz und meinen Körper zu konzentrieren. Ich nahm mir also wieder den Laptop zur Hand und fing wieder bewusst an regelmäßig Yoga zu machen. Nach einiger Zeit wurde

  • ich ruhiger und konnte mich besser konzentrieren
  • ich war beweglicher als je zuvor
  • meine Verspannungen ließen auf Dauer nach
  • die Ängste ließen nach
  • mein Herz beruhigte sich

Der Anfang war gemacht..

 

Was hat sich sonst noch verändert?

 

Yoga ist für mich in erster Linie ein Prozess. Vor ein paar Wochen habe ich den Laptop beiseite gelegt und gehe nun in ein Yogastudio ganz in der Nähe. Wir sind zwischen 4 und 8 Leuten in Shivas Garten. Dort lerne ich nun wieder eine ganz neue Form des Yoga. Denn Yoga ist nicht gleich Yoga. Es gibt verschiedene Arten.
Hatha Yoga
, die Form die wir dort praktizieren, ist sehr ruhig, mit sehr langsamen Bewegungen und mit sehr viel Meditation. Wir singen sogar zusammen Mantras und ich finde das total cool. Früher wär mir das Peinlich gewesen. Im moment ist diese Art von Yoga, die perfekte Art für mich, um zu mir finden. 

Gestern las unsere Yogalehrerin uns eine kleine Geschichte vor, in der es darum ging, dass man ewig ein Schüler bleibt. Denn nur so kann man sich stetig weiter entwickeln. Und das habe ich vor. Ich sage nicht, dass ich durch Yoga der weiseste und beste und tollste Mensch geworden bin oder es werde. Durch Yoga hat sich mein Geist verändert. Ich nehme die Umwelt ganz anders wahr, und ich nehme mich ganz anders wahr.

Aber was ich wirklich bemerkt habe, und ich bin überzeugt davon, dass das ohne meine Mentale Einstellung noch etwas länger gedauert hätte,ist, dass arbeiten nicht alles ist!!

Vor 3 Monaten bin ich zu meinem Chef gegangen und habe ihm gesagt, dass ich weniger Stunden arbeiten möchte. Das mag jetzt nicht sehr aufregend klingen. Aber das war es für mich. Ich habe 5 Jahre lang 45 Stunden in der Woche, und darüber hinaus, gearbeitet. Ich hatte eine Stelle als Marktleitervertretung. Aber was hat es mir gebracht? Gar nichts! Ich habe mich fast kaputt gearbeitet.

Ich wette du nickst jetzt mit dem Kopf und denkst

-Ja, das kenne ich-

Warum machen wir uns so kaputt? Wofür? Wir haben nur dieses eine Leben und das ganze Geld allein bringt uns doch im Grunde auch nicht weiter.
Man sollte sich wirklich überlegen, ob der ganze Stress und das bisschen Lob, das man alle jubeljahre mal vom Chef bekommt, es wirklich wert ist, sein halbes Leben wie blöd zu ackern. Mir war es das nicht wert. Ich arbeite jetzt 35 Std. in der Woche, mache keine stellvertretung des Marktleiters und bin damit erstmal sehr glücklich.

Aber der Prozess geht weiter, so viel ist sicher..

Ich will damit nicht sagen, rennt ins nächste Yogastudio und werdet erleuchtet. Wobei, doch.. das will ich damit sagen. Nehmt euren Körper wieder wahr. Lernt ihn und euch wieder kennen und schätzen.

Und wenn man sich ab und zu mal die Stöpsel aus den Ohren zieht und sich ein bisschen mit sich selbst beschäftigt, kommt man manchmal zu ganz neuen Erkenntnissen.
Ich habe in der Zeit der Umstellung, also in der Zeit wo ich wusste, dass sich etwas ändern muss, aber noch nicht so richtig was, viel hin und her überlegt, was ich so machen könnte. Was mir mehr Spaß macht als das viele arbeiten in meinem Beruf. Und als ich dann nach vielen vielen Wochen (Achtung! Das war ebenfalls ein Prozess) endlich einen Faden hatte,

habe ich angefangen mich anders zu verwirklichen.
Ich habe jetzt Zeit für Dinge, für die vorher einfach kein Platz war.

Etwas das schon immer in meinem Herzen geschlagen hat, hat sich durch Yoga noch mehr verfestigt, und es wird sich auch immer weiter festigen.

Ich bin verständnisvoller geworden, gegenüber vielen Dingen. Kann oft Dinge besser akzeptieren und sehe vieles nicht mehr als selbstverständlich an. Ich weiß, dass meine Lebenseinstellung, die ich bisher verfolge, schon immer da war, aber auch wenn ich zwischendurch auf anderen Wegen gegangen bin, so bin ich doch immer wieder auf den, für mich, richtigen Weg zurückgekehrt.

Und dabei hat mir Yoga geholfen.

Mein Geist ist oft wirr, auch jetzt noch. Aber wenn ich mich wieder besinne und entschleunige, kann ich wieder klar denken. Jeder sollte sich einfach mal etwas Zeit für sich nehmen. Yoga bedeutet nicht zwangsläufig, irgendwelche verrenkungen zu machen, sondern kann schon stattfinden, wenn man einfach mal

  •  ein paar Minuten aus dem Fenster schaut und die Wolken beobachtet
  •  in Ruhe sein Mittagessen genießt, ohne Handy, ohne Fernseher
  •  etwas zeichnet und sich nur darauf konzentriert

Achtsasmkeit, ist die halbe Miete. Und wenn man ein bisschen mehr Achtsamkeit in seinen Alltag einbaut, wird sich auch automatisch der Blickwinkel verändern.

-Nimm dir jeden Tag die Zeit, still zu sitzen und auf die Dinge zu lauschen. Achte auf die Melodie des Lebens, welche in dir schwingt-

 

 Eure Misses Hippie

 

2 Kommentare

  1. Pingback: Versteckte Krankheiten |

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