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Kein Platz für Plastik – Wie gut ist Recycling?

Hallo ihr Lieben,

heute habe ich es gemütlich angehen lassen, aber ein wenig wollte ich dann doch noch tun und habe ein paar Kommentare durchforstet, die ich erhalten habe. Leider musste ich mich ein wenig Ärgern und den Kopf schütteln, über die Ansichten die manche Menschen immernoch haben.

Kommentare wie „Ich mag Plastik“ und „Plastik ist die beste Erfindung der Welt“ lassen meinen Mund kurz offen stehen. Ich habe meinen Ärger aber sofort wieder vergessen und in Wissenshunger umgewandelt. Denn man stößt nicht immer auf Verständnis, sondern natürlich auch auf Unverständnis und da gilt es die Ruhe zu bewahren und dies als Möglichkeit zu sehen, sich wieder ein bisschen weiter in die Materie einzulesen.

Aus gegebenem Anlass habe ich mich also nochmal an die Tastatur begeben und will ein paar Irrglauben bezüglich Recycling aus dem Weg räumen.

Zu aller erst kann ich sagen, ist Recycling gut! Sogar sehr gut. Wenn es im ordentlichen Sinne betrieben wird….

Viele beruhigen sich damit, dass „Plastik ja sowieso recycelt wird“ und dass es „ja deshalb alles nicht so schlimm wär mit dem Müll“

Leider weit gefehlt. Ich wünschte es wäre alles nicht so schlimm. Aber tatsächlich ist es das.

In Deutschland werden über 90% der Plastikabfälle wieder eingesammelt, soweit so gut, da aber recycling teuer ist und verbrennen günstig, werden über die Hälfte (also ca 55%) des Plastiks eingeschmolzen und somit NICHT recycelt. Der Großteil des Mülls wird also erst gar nicht sortiert, sondern landet direkt in den Müllverbrennungsanlagen, weil die Entsorger ihn dahin liefern, wo sie das meiste Geld verdienen. Schnelles, leicht verdientes Geld. Und was ist überhaupt mit den restlichen 5-10% Plastik, die nicht eingesammelt werden? Die landen in den Wäldern, Autobahnen, Feldern und Gewässern.

Auf Kosten unserer Umwelt

Besonders Mischkunststoffe wie Chipstüten oder Zahnpastatuben stellen Recyclingbetriebe vor große Herausforderungen. Sie bestehen aus verschiedenen Plastiksorten, die sich nur schwer und damit entsprechend teuer trennen lassen. So landen sie meist in den Müllverbrennungsanlagen. Es ist halt der einfachste Weg, Müll zu verbrennen, aber das bedeutet wieder eine große Belastung für die Umwelt. Die Schadstoffe die in die Luft abgegeben werden sind verherend.

Natürlich ist Deutschland ein Vorreiter wenn es um Mülltrennung geht. Aber können wir uns deshalb auf unseren Taten ausruhen?

NEIN – Es geht noch besser! 
Allein auf Plastik zu verzichten, soll auch nicht die Lösung aller Probleme darstellen, aber es ist ein Anfang! Ich kann es nur immer wieder betonen.
Für viele ist es der Beginn, den Blick zu schärfen.

Für alle Rohstoffe gilt es, darauf zu achten wo sie herkommen und wie sie hergestellt werden.

Thema Holz

Sätze wie „Lieber Plastik benutzen, als Bäume abholzen zu lassen“ habe ich jetzt schon öfter gehört und sie bringen mich immer wieder zum nachdenken. Zu aller erst, höre ich da jedesmal die Unterstellung heraus, ich würde auf Plastik verzichten, aber auf alles andere Sche*****, was schlichtweg nicht wahr ist und zudem kann man meines Erachtens nicht, etwas schlimmes, mit etwas gleich schlimmem entschuldigen. Es sollte meiner Meinung nach vielmehr das Ziel aller sein, im Sinne des Planeten und auch im Sinne jedes einzelnen, darauf zu achten, dass man im besten Fall weder das eine, noch das andere unterstützt. Aber selbst wenn man erstmal nur darauf achtet keinen neuen Plastikmüll zu produzieren, ist es doch schon viel Wert und sollte nicht von anderen verurteilt werden. Denn die jenigen die es verurteilen achten mit Sicherheit weder auf Plastikvermiedung, noch darauf woher ihr Papier stammt.

Zum Thema Holz kann ich sagen, man kann beim Holzmöbelkauf beispielsweise darauf achten, dass man langlebiges Holz (z.B Robinie oder Eiche) aus naturnaher Waldwirtschaft kauft und dieses gut pflegt, damit es sehr lange hält. Denn nicht jedes Holz oder Papierprodukt wurde zwingend aus Regenwaldholz hergestellt. Es werden auch Bäume in Kanada, Skandinavien und anderen Ländern der Welt abgeholzt, was natürlich genauso Schlimm ist. Aber alle sprechen immer nur vom Regenwald. Aber auch Tiere in anderen Ländern verlieren Ihren Lebensraum, weil die Menschen sehr viel Papier und Holz benutzen, aber gleichzeitig so wenig auf Recycling achten. Aber Papier kann im gegensatz zu Plastik sehr gut recycelt werden!

Recycling von Papier

Bei der Herstellung von Recyclingpapier werden bis zu 70 Prozent weniger Energie und Wasser verbraucht als bei konventionellem Papier. Es werden keine giftigen Chemikalien zum Bleichen benutzt und außerdem ist die Abwasserbelastung im Vergleich zu normalem Papier bis zu zehnmal niedriger. Und natürlich: Für Recyclingpapier muss kein Baum gefällt werden!

Eine Übersicht zu verschiedenen Siegeln beim Kauf von Papier findest du auf der Seite Siegel und FSC.

Diese Übersicht habe ich von www.abenteuer-regenwald.de

  • Kaufe auf keinen Fall Papier, das mit Chlor gebleicht oder überhaupt gebleicht wurde. Dieses Papier trägt nämlich nicht nur zur Zerstörung der Regenwälder bei, sondern es werden auch noch giftige Chemikalien benutzt, um es weißer zu machen. Das schadet der Umwelt noch mehr.
  • Produkte aus Recyclingpapier erkennst du zum Beispiel an dem blauen Umweltengel. Der Engel zeigt, dass das Produkt besonders umweltschonend hergestellt wurde.
  • Wenn du Papier kaufst, dann lass dich nicht davon täuschen, dass auf der Verpackung „holzfrei” steht. Das zeigt nur an, mit welchem Verfahren das Papier hergestellt wurde. Es stammt aber aus 100% Holz. Warum es trotzdem so heißt, erfährst du unter dem Link: Was ist holzfreies Papier?
  • Papier, das du nur auf der einen Seite beschrieben hast, musst du nicht wegwerfen, du kannst die andere Seite noch als Schmierzettel benutzen. So sparst du viel Papier!
  • Ein Großteil des Regenwaldholzes wird auch für Toilettenpapier oder Taschentücher verwendet. Vielleicht probierst du mal welches aus Recyclingpspapier aus? Die Mehrlagigen Rollen sind heute eigentlich genauso weich wie der weiße Regenwaldfeind.
  • Falls du dein Schulbrot in Butterbrotpapier einwickelst oder in eine Plastiktüte tust, benutze doch lieber eine Butterbrotdose. Das ist auf Dauer auch billiger, und dein Brot kann nicht zerdrückt werden.

AN ALLE FLEISCHESSER. Wenn ihr denkt eurer Fleischkonsum hätte nichts mit der Abholzung des Regenwaldes zu tun. Nur als Beispiel. In Südamerika gibt es unglaublich viele Rinderfarmen, weil es dort einfach und billig ist, an Land zu kommen. Daher ist Brasilien schon seit 2005 der größte Exporteur von Rindfleisch weltweit. Doch um Platz für das Weideland zu schaffen, werden die Regenwälder gerodet. Mindestens 65 Prozent der neu gerodeten Flächen werden für Tierweiden abgeholzt. Eine Studie (FAO: Der lange Schatten der Viehwirtschaft) belegt, dass die Rinderzucht dort einen großen Teil -nämlich 18 %- zum weltweiten Ausstoß von Treibhausgasen und somit zur Klimaveränderung beitragen.

Ich persönlich achte auf nachwachsende Rohstoffe, recyclingprodukte, kaufe keine Produkte in denen Palmöl enthalten ist, achte auf Bioqualität, kaufe second Hand Kleidung und auch andere Artikel lieber gebraucht als Neu und ich bin seit fast 6 Jahren Vegetarierin.

Vor kurzem habe ich über Naturefund Bäume pflanzen lassen um meinen ökologischen Fußabdruck auszugleichen. Was ein Ökologischer Fußabdruck ist und wie hoch dein Persönlicher Fußabdruck ist erfährst du hier – > http://www.wwf.de

Wen es interessiert, ich habe zu Weihnachten nur ein Geschenk verschenkt und auch selbst nur ein einziges Geschenk erhalten. Und zwar ein Porzellanstövchen, um meinen Tee länger warm zu halten. Wir wollten uns alle ein wenig vom Konsumverhalten über die Festtage entfernen und das hat auch mehr als gut funktioniert.

Genießt das Wochenende und

Lasst euch nicht unterkriegen und

macht mit , für eine bessere Zukunft unserer Erde.

Eure Misses Hippie

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